Vandalenakt

Politiker und Volksgruppen-Vertreter entsetzt

Kärnten
12.10.2020 06:21

Nur wenige Stunden nach den historischen 10. Oktober-Feiern wurde die Stätte der Kärntner Einheit im Klagenfurter Landhaushof beschmiert. Die Aktion löst eine Welle der Empörung aus und wird auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verurteilt.

Kärnten erlebte am 10. Oktober im Beisein von Bundespräsidenten Van der Bellen und dem Slowenischen Staatsoberhaupt Borut Pahor ein historisches Gedenken mit einer klaren Botschaft: Das Verbindende vor das Trennende zu stellen, das Gemeinsame in einem friedlichen Europa in den Vordergrund zu rücken.

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Dieser Vandalenakt in Klagenfurt ist scharf zu verurteilen. Kärnten ist in den letzten Jahren einen Weg der Versöhnung gegangen. Diesen Weg des Gemeinsamen sollten alle unbeirrt weitergehen!

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

„Umso verwerflicher ist der Vandalenakt an der Stätte der Kärntner Einheit. Hier waren scheinbar Unbelehrbare und Rückwärtsgewandte am Werk“, zeigt sich LH Peter Kaiser entrüstet. Auf das Denkmal wurde in der Nacht auf Sonntag auf Slowenisch „Tod dem Faschismus“ („Smrt fašizmu“) gesprüht.

LH Peter Kaiser und Landtagspräsident vor dem beschmierten Denkmal im Landhaushof. (Bild: ORF Kärnten)
LH Peter Kaiser und Landtagspräsident vor dem beschmierten Denkmal im Landhaushof.

Volksgruppen-Vertreter verurteilen Vandalenakt
Bernard Sadovnik, der Vorsitzende der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen, verurteilt die Tat scharf: „Solche Aktionen stehen für Radikalismus, die in einem gemeinsamen Kärnten und Europa keinen Platz haben dürfen!“ Auch Manuel Jug, Obmann des Zentralverbandes slowenischer Organisationen, ist bestürzt und verärgert über die Verunstaltung: „Ich verurteile diesen Vandalenakt zutiefst. Diese bösartige Zündelei hat im Kärnten des 21. Jahrhunderts nichts verloren.“

(Bild: Clara Milena Steiner)
(Bild: Clara Milena Steiner)

Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt rückte noch Sonntag aus, um das beschmierte Denkmal zu reinigen. Die Polizei sucht bereits nach den Tätern.

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