Es sei auch nicht auszuschließen, dass Partl erst kurz bevor er schwer verletzt gefunden wurde, gestürzt sei.
Partl hatte nach einem Sturz über eine Treppe in einem Innsbrucker Parkhaus in mehreren Medien schwere Vorwürfe erhoben. Stundenlang habe ihm niemand geholfen.
Gedächtnislücken attestiert
Auch für das Vortäuschen einer mit Strafe bedrohten Handlung oder Beweismittelfälschung fand die Staatsanwaltschaft allerdings keine Anhaltspunkte. Es gebe keine Hinweise, dass Partl bewusst die Unwahrheit gesagt habe. Ein von Partl in Auftrag gegebenes Gutachten attestierte dem 81-Jährigen Gedächtnislücken. Angesichts seiner schweren Verletzung und auch aufgrund des vorgelegten Attests sei die fehlende Erinnerung des Altlandeshauptmannes durchaus nachvollziehbar. Es sei daher nicht davon auszugehen, dass Partl vorsätzlich falsche Angaben gemacht habe, erklärte Mayr.
Partl sprach von fehlender Zivilcourage
Partl war im vergangenen März in einer Parkgarage in Innsbruck über eine Stiege gestürzt und hatte sich dabei schwer verletzt. Der Zwischenfall hatte für breite mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Kritik gab es unter anderem an mangelnder Zivilcourage. Der ehemalige Politiker gab an, mehrere Stunden stark blutend in der Tiefgarage gelegen zu sein, ohne dass ihm jemand geholfen hätte.
Kritiker Wilhelm zweifelte an Partls Aussagen
Für weiteren Wirbel sorgte schließlich Tiwag-Kritiker Markus Wilhelm, der öffentlich Zweifel an der Darstellung Partls anmeldete. Laut Wilhelm sei dem Sturz eine Feier in einem Innsbrucker Innenstadtlokal vorausgegangen. Nach dem offiziellen Essen anlässlich der Verleihung des Ehrenringes des Landes Tirol an Altlandtagspräsident Helmut Mader sei mehrere Stunden weitergefeiert worden, ehe Partl gegen 21 Uhr dann am Nachhauseweg gestürzt und erst in der Intensivstation der Innsbrucker Klinik wieder zu Bewusstsein gekommen sei. Partl hatte diese Version stets dementiert.









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