Bettelverbot, Umweltzone, Murkraftwerk bzw. Entwicklung der Mur (zum Beispiel die Mur-Seilbahn), der Kauf von Graz-Reininghaus und so weiter - geht es nach Nagl, sollen diese Projekte per Volksbefragung von den Grazern entschieden werden. "Gibt es bei einem Projekt Auswirkungen auf alle Grazer, sollen die auch abstimmen können", so der Bürgermeister.
Grüne bremsen bei Bettelverbot und Moscheen
Der grüne Koalitionspartner sieht das nicht ganz so. Rücker: "Wir befürworten die Einbeziehung der Bevölkerung bei Entscheidungen, die sie unmittelbar betreffen, aber bei gesellschafts- und umweltpolitisch notwendigen Entscheidungen, darf sich die Politik nicht aus der Verantwortung stehlen." Eine Volksbefragung zum Bettelverbot oder zu den Moscheen kommt für Rücker nicht in Frage. Bei der Umweltzone zeigt sich Rücker gesprächsbereit. Vorstellbar wäre für sie etwa eine Volksbefragung ein Jahr nach Einführung der Zone.
Blaue Kritik, rotes Lob
Nagl verspricht, dass der Ausgang der Volksbefragungen für die ÖVP bindend sein wird: "Für andere Parteien kann ich nicht sprechen." Kritik an Nagl kommt von den Blauen. Mario Eustacchio: "Nagl hätte längst Zeit gehabt für mehr direkte Demokratie und die Sanierung des Budgets zu sorgen." SPÖ-Klubchef Karl-Heinz Herper findet den von Nagl angekündigten rigiden Sparkurs lobenswert. Zu den Volksbefragungen meint Herper: "Entscheidend wird sein, ob und in welcher Form Grazer über die Projekte informiert werden!"
von Gerald Richter, "Steirerkrone"








Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.