27.09.2020 21:52 |

Bergretter im Einsatz

Neuschnee bringt gleich zehn Wanderer in Bergnot

Eine zehnköpfige Wandergruppe ist am Sonntag am Steinernen Meer im Salzburger Saalfelden in Not geraten: Die Deutschen waren auf das Ingoldstädter Haus auf knapp 2220 Meter gewandert. Doch beim Abstieg blieben die Wanderer im Neuschnee stecken - ein Weiterkommen war nicht möglich. Sie alarmierten gegen 10.30 Uhr die Bergrettung.

Die Gruppe wollte auf dem Normalweg in Richtung Dießbach-Stausee nach Weißbach bei Lofer absteigen. Rund 200 bis 300 Höhenmeter unterhalb des Ingolstädter Hauses blieben sie in dem Neuschnee stecken. Die Wanderer alarmierten die Einsatzkräfte und warteten bei einer Stütze der Materialseilbahn auf Hilfe.

Landeplatz eingerichtet
Der Hubschrauber flog Bergretter und Einsatzleiter Markus Reichholf und einen Alpinpolizisten zum Ingolstädter Haus. Von dort stiegen die beiden zu der in Bergnot geratenen Gruppe ab und richteten einen behelfsmäßigen Landeplatz für den Hubschrauber in sicherer Entfernung zur Seilbahn ein. Die Wanderer wurden anschließend zur Kallbrunnalm geflogen. Dort warteten acht Bergretter auf sie und brachten die unverletzt Gebliebenen ins Tal.

Appell von Bergretter
Reichholf appelliert in diesem Zusammenhang, vor einer Tour unbedingt den Wetterbericht und die Höhenlage zu beachten. Die Kaltfront wurde schon vor einigen Tagen angekündigt. „Auch wenn nur wenige Zentimeter Schnee angesagt werden, können im Gebirge zwei bis drei Meter hohe Schneeverwehungen entstehen.“ Die Wegmarkierungen sind nicht mehr erkennbar, die Gefahr, sich zu verirren, ist groß.

Am Sonntag war zwar der Schneefall vorbei und das Wetter wieder relativ schön, doch die Wege in höheren Lagen sind weiterhin von Schnee bedeckt.

 Salzburg-Krone
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