Pelz, Hühner & Co.

Tschechien und Polen setzen Schritte im Tierschutz

Großer Erfolg für den Tierschutz und für alle Konsumenten: Das tschechische Parlament hat für die Abschaffung der Käfighaltung von Legehennen, gültig ab 2027, gestimmt. Und auch in Polen werden Rufe nach einem Entwurf eines neuen Tierschutzgesetzes laut.

Corinna Reinisch, Nutztierexpertin vom Verein „Vier Pfoten“: „Die Senatoren dürfen keinen Rückzieher machen, es wäre eine Schande. 1,5 Millionen Unterschriften von europäischen Bürgern und die Entscheidung der Abgeordneten sind ein klarer Auftrag.“ Auch in Polen wurde vorige Woche zum Wohle der Tiere abgestimmt: Mit einer überwältigenden Mehrheit von 77 Prozent fordert die Abgeordnetenkammer des polnischen Parlaments dringend den Entwurf eines neuen Tierschutzgesetzes - enthalten sind ein Verbot der Pelztierzucht sowie von Tieren in fahrenden Zirkussen und Verbesserungen der Hundehaltung.

Der nächste Schritt ist die Abstimmung im Senat, danach braucht es noch eine Zustimmung des polnischen Präsidenten. Erwartet wird, dass der Senat möglicherweise ein paar Änderungen vornimmt, aber auch mehrheitlich dafür abstimmt. Die meisten der fünf Millionen Pelztiere in Polen sind Nerze. Nach China und Dänemark ist Polen der weltweit drittgrößte Pelzproduzent. Die polnische Pelzbranche ist, wie auch weltweit, in der Krise, was sich mit Covid-19 noch verschärft hat. Daher kommt auch die Entscheidung, diese nicht mehr zeitgemäße Branche, die ohnehin keine Zukunft hat, stillzulegen.

“Vier Pfoten“ ruft alle weiteren Länder, die noch Pelz produzieren (wie Dänemark, Finnland, Griechenland oder Bulgarien) auf, ebenfalls die Zeichen der Zeit zu erkennen und den positiven Vorbildern Norwegen, Niederlande und jetzt Polen zu folgen.

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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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