22.09.2020 05:24 |

Experte gibt Tipps

Mehr als 4000 Wildwechsel-Unfälle im Jahr

Wegen Wildwechsels verlor ein Rosentaler (22) Sonntagabend bei St. Jakob die Kontrolle über sein Auto. Vor der Selkacher Brücke stürzte der Wagen über die Böschung und blieb am Ufer der Drau liegen. Lenker und Beifahrer wurden verletzt. Verkehrsexperten raten, im Herbst besonders auf Wild auf der Straße zu achten.

Derartige Unfälle sind jetzt im Herbst öfter zu erwarten, denn an den kürzer werdenden Tagen verlagert sich der Berufsverkehr morgens und abends in die Dämmerung. „Wenn sich Wald und Feld abwechseln, ist vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen“, weiß Oliver Weber, der Technische Leiter des ÖAMTC in Kärnten.

Wildwechsel: Bremsbereit fahren
Angemessenes Tempo sei erforderlich. Sieht man ein Schild, das auf Wildwechsel aufmerksam macht, sollte man bremsbereit fahren. „Steht ein Wild, bei uns meist Reh- oder Rotwild, auf der Straße, dann soll der Fahrzeuglenker abblenden und hupen. Und beachten Sie: Wild tritt gern im Familienverband auf. Kommt ein Reh, folgt meistens ein weiteres“, so Weber. Er betont: „Nicht ausweichen und verreißen! Das sorgt meist für Folgeunfälle: Autos prallen gegen Bäume oder andere Autos. Halten Sie Ihr Lenkrad fest und bremsen sie stark, was man üben sollte - in einem Fahrtechnikkurs.“

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, ist die Warnblinkanlage einzuschalten. Warnweste anziehen, Unfallstelle mit dem Pannendreieck absichern und Polizei alarmieren. „Es gilt Meldepflicht! Wer keine Meldung vornimmt, begeht Fahrerflucht“, warnt Weber. Und auch die Kaskoversicherung verlange eine Meldebestätigung.

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In Kärnten kommt es im Jahr zu mehr als 4000 Wildunfällen. Vor allem in der Dämmerung im Herbst. Fahren Sie langsam und bremsbereit!

Oliver Weber, Technischer Leiter, ÖAMTC

Wer verletzte oder verendete Wildtiere mitnimmt, macht sich ebenfalls strafbar - wegen Diebstahls.

Christina Natascha Kogler
Christina Natascha Kogler
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