Die Gründe für das gemächliche Tempo der Innsbrucker Straßenbahn sind vielfältig, aber hauptsächlich auf Behinderungen durch den motorisierten Individualverkehr (Staus) zurückzuführen. In vielen anderen Städten wurde dieses Problem durch eine räumliche Trennung von Fahrbahn und eigenem Gleiskörper gelöst, so wie es in Innsbruck am Südring zwischen Grassmayrkreuzung und Westbahnhof der Fall ist.
"Eigene Gleiskörper wurden in Innsbruck aber bisher kaum realisiert. Meist wurden lediglich per Leitlinie abgetrennte eigene Fahrspuren geschaffen", berichtet Manni Schneiderbauer von der "AG Innsbrucker Nahverkehr". Auch auf den neuen Tram-Strecken (Regionalbahn) wird es Abschnitte ohne baulich getrennten Gleiskörper geben. Das führt zu vielen Verzögerungen durch parkende, stehende oder auch fahrende Autos und damit zu einem Sinken der Durchschnittsgeschwindigkeit.
Anbringen von Leitschwellen als Lösung
Eine Lösung des Problems sei das Anbringen von Leitschwellen, die den Straßenraum der Tram für die Autofahrer sichtbarer machen. Diese Elemente, erhältlich in verschiedenen Ausführungen, sollen für Autos und auch Radfahrer überfahrbar sein. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Unfallgefahr dadurch sogar sinkt, weil Gefahrenstellen entschärft werden", berichtet Schneiderbauer.
Sein Verein hat auch Vorschläge für Teststrecken ausgearbeitet und Kostenvoranschläge eingeholt. Die Materialkosten für die Sicherung des Bestandsnetzes würden sich demnach auf rund 20.000 Euro belaufen.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone








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