19.09.2020 06:00 |

„Krone“-Datenerhebung

So verteilen sich die Zuwanderer auf Wien

Mehr als jeder dritte Bewohner Wiens wurde im Ausland geboren. Doch in welchen Grätzeln leben die einzelnen Migrantengruppen wie Deutsche, Serben oder Türken? Das hat das OGM-Institut jetzt anhand von statistischen Daten für die „Krone“ erhoben.

Das OGM-Institut hat in seiner neuen Studie Wien und seine Migranten genau unter die Lupe genommen. Bei der Erstellung der sogenannten Micro-Targeting-Chart (siehe Grafik) wurde Wien in kleinste Gebiete, die Zählbezirke, zerlegt.

Das sind die einzelnen Grätzel in den Bezirken wie zum Beispiel Kagran oder Stadlau. „Dann wurde - basierend auf gesicherten statistischen Volldaten, anstatt auf Stichproben wie bei Meinungsumfragen - analysiert, wo die einzelnen Migrantengruppen in Wien leben“, erklärt OGM-Chef Wolfgang Bachmayer.

Deutsche leben im Westen, Russen in City
Fast 700.000 Personen, also mehr als ein Drittel der Wiener Bevölkerung, sind im Ausland geboren. Die häufigsten Herkunftsländer sind Serbien, Türkei, Deutschland, Polen und Bosnien.

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Wir haben Wien in kleinste Gebiete zerlegt, um zu analysieren, wo bestimmte Zuwanderergruppen leben.

Dr. Johannes Klotz, OGM-Studienleiter

„Die Grafik zeigt jeweils das führende Zuwandererland im jeweiligen Grätzel“, so Studienleiter Dr. Johannes Klotz. Innerhalb des Gürtels und am westlichen Stadtrand dominieren Deutsche. Serben leben vor allem im 15. und 16. Bezirk. Türkische Zuwanderer sind stark auf bestimmte Gebiete konzentriert, vor allem in vielen Teilen Favoritens, der Brigittenau und in Meidling. „Polnische Grätzel“ finden sich eher jenseits der Donau.

Zweite und dritte Generation nicht enthalten
In der teuren Inneren Stadt leben viele russische Zuwanderer. In Wien gemeldete Flüchtlinge aus Syrien stellen nur in Kaiserebersdorf die größte Zuwanderergruppe. „In diesen Zahlen sind jedoch nicht die in zweiter und dritter Generation geborenen Kinder der Zuwanderer enthalten. Ansonsten wären die Türken in vielen Grätzeln die Nummer eins“, betont Johannes Klotz.

Durch die Verbindung mit anderen Daten zu Einkommen, Haushalt, Konsum und Freizeit seien noch weitergehende Mikro-Analysen in Wiener Grätzeln und allen Gemeinden Österreichs möglich, erläutert Klotz.

Viktoria Graf, Kronen Zeitung

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