15.09.2020 06:00 |

Corona-Krise

Schüler starteten mit Disziplin ins Schuljahr

Unter Ausnahmebedingungen ging am Montag für 73.522 Schüler in Salzburg die Schule los. Besonders herausfordernd war der Start für die Taferlklassler, da sie den ersten Tag ohne Eltern meistern mussten.

Bleiben Sie bitte stehen, Sie dürfen Ihr Kind nicht in die Klasse begleiten“, schallt es Montagmorgen über den Schulhof der Volksschule Lehen 1. Zahlreiche Eltern von Taferlklasslern wussten nicht einmal, dass sie ihre Schützlinge an diesem eigentlich besonderen Tag heuer nicht begleiten dürfen. „Es ist traurig. Ich warte aber im Schulhof. Falls meine Tochter aus dem Fenster schaut, dann sieht sie, dass ich trotzdem da bin“, erzählt Milan Markovic, Vater der kleinen Carla Sophie Höffinger.

Dass Eltern ihre Kinder nicht bis in die Klasse begleiten dürfen, ist nur eine von vielen Maßnahmen, die an Salzburgs Schulen erlassen wurden. Mit Desinfektionsspray ausgestattet stand etwa Lehrerin Katharina Moltinger am Montag am Eingang der Volksschule Hallein Neualm. „Am Schulhof haben wir außerdem Füße in Orange- und Grüntönen aufgesprüht, die die verschiedenen Eingänge markieren.“

Schüler und Lehrer akzeptieren neue Regeln
Sowohl die Kinder als auch die Lehrer haben sich mittlerweile mit den geltenden Regeln abgefunden, wie eine Umfrage an mehreren Schulstandorten zeigte.

„Es ist schon komisch, dass wir jetzt Maske im Schulgebäude tragen müssen. Aber ich bin auch froh, dass wir sie nicht wie in Deutschland auch im Klassenzimmer oben haben müssen“, berichtet Priscilla Kaurin, Schülerin der 3. Klasse der Neuen Musikmittelschule in Grödig. Positive Bilanz zieht auch Bildungsdirektor Rudolf Mair: „Der erste Tag verlief reibungslos. Es gab nur zwei Covid-Verdachtsfälle, die aber vorsorglich daheim blieben.“

Sauer stößt dem Bildungsdirektor ein Vorfall an einer Volksschule auf: „Ein Schüler trug am Montag keine Maske, weil ein Elternteil es ihm expliziert verboten hat. Jeder kann von der Maskenpflicht halten was er will, aber die Vorgaben des Bundes müssen ausnahmslos eingehalten werden.“

Es handle sich dabei zwar um einen nicht „systemrelevanten Einzelfall“, aber Mair werde dazu das Gespräch mit dem zuständigen Minister suchen. „Wir müssen uns überlegen, wie wir mit solchen Fällen umgehen. Die Gesundheit aller darf durch solche Aktionen nicht gefährdet werden.“

Für ein gut funktionierendes Schuljahr wünscht sich Mair von Eltern, Schülern und Lehrern „engagierte Gelassenheit“.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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