Kompromisse gefragt

Land erarbeitet Einsparpotentiale zum Westring

"Wenn wir keinen Kompromiss anbieten können, stärkt das nicht gerade unsere Verhandlungsposition", hat LH-Vize Franz Hiesl erklärt, warum Einsparpotenziale beim Linzer Westring erarbeitet werden. Eine Möglichkeit: Nach dem Tunnel fahren die Autos vom neuen Ring auf die alte Waldeggstraße.

Bis Mitte Oktober wird der Westring - wie berichtet - im Verkehrsministerium von Doris Bures evaluiert. Worüber Hiesl, der mit dem Linzer Bürgermeister Franz Dobusch und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner schon im Sommer bei Bures intervenierte, meint: "Schon vor zwei Jahren wurde unter Werner Faymann der Westring evaluiert und als sehr wichtig eingestuft. Es kann nicht sein, dass das nun anders sein soll." Er pocht deshalb auf die Umsetzung des kompletten Projekts.

Sparpotenzial von rund 100 Millionen Euro
Dennoch erarbeitet derzeit eine Arbeitsgruppe des Landes Einsparpotenziale. So könnte man den Bau der Anschlussstelle für den Nordteil in der Urfahrwänd verschieben. "Auch die teure Westbrücke könnte man später errichten", so der LH-Vize, der dadurch ein Sparpotenzial von rund 100 Millionen Euro sieht. Allerdings müssten sich dann alle über die alte Waldeggstraße auf die Stadtautobahn quälen, es entstünde ein neues Nadelöhr. Kein Thema ist, dass man nur eine Donaubrücke, aber keinen Tunnel durch den Freinberg baut. Auch ein einspuriger Tunnel ist zumindest als Autobahn laut EU-Normen nicht möglich.

Kronen Zeitung

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