05.09.2020 23:55 |

Im Profifußball

Salzburger Invasion beim großen Nachbarn

Salzburger Fußball bedeutet nicht nur Red Bull: Zahlreiche Kicker sind „heiße Ware“ - besonders gilt das für Topklubs in Oberösterreich. Ried-Trainer Baumgartner erklärt, warum er auf Landsleute setzt.

Wer über Salzburger Fußball spricht, denkt zuallererst an die Bullen. Neben dem Bundesliga-Krösus gibt es mit Farmteam Liefering einen zweiten Klub, der großzügig vom Brausekonzern alimentiert wird. Während jedoch in der Elf von Coach Jesse Marsch in der letzten Saison kein einziger waschechter Salzburger zu Einsatzzeiten kam, setzen Teams aus anderen Bundesländern umso mehr auf Kicker, die dem Salzburger Fußballverband zuzuordnen sind. Allen voran jene aus Oberösterreich.

LASK, BW Linz und Ried setzen auf Salzburger
Mit Schlager, Goiginger und Wiesinger gehört beim LASK ein Trio zu den Leistungsträgern, mit Brandner und den Neuen Strauss und Strauß hat auch BW Linz drei in seinen Reihen. Den Vogel schießt – im positiven Sinne – Ried ab. Neben Cheftrainer Gerald Baumgartner, „Co“ Mario Messner und Athletikcoach Andreas Berktold finden sich nicht weniger als sechs Salzburger im Kader des Aufsteigers wieder (siehe Grafik).

Bei den Bullen und im Unterhaus gut ausgebildet
„Früher waren in der Regionalliga West oft maximal drei Klubs aus Salzburg dabei, zuletzt waren es (vor der Liga-Reform, Anm.) doppelt so viele“, begründet Baumgartner die „Salzburger Invasion“. Hinzu kommt, dass viele Kicker, etwa in Anif unter Tom Hofer, jahrelang exzellent betreut wurden. „Sie haben es über den zweiten Bildungsweg zum Profi geschafft“, weiß der 55-Jährige. Eine besondere Rolle kommt dabei – wie sollte es anders sein – wieder den Bullen zu.

Baumgartner greift gerne zu
Aufgrund der Vielzahl an Talenten fielen viele Salzburger irgendwann durch den Rost. Klubs wie Ried, die allein schon geografisch eine Nähe zu den Mozartstädtern haben, sind dankbar, diesen Hoffnungsträgern eine neue Plattform bieten zu dürfen. „Diese Kicker sind gerne bei uns gesehen“, betont Baumgartner. Der als Oberndorfer besonders gern in die Heimat schaut. „Das ist natürlich praktisch für mich“, grinst er. Die Rieder Einkaufspolitik unterstreicht das nachweislich.

Christoph Nister
Christoph Nister
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