"Ich bin mir vorgekommen wie in einem schlechten Film", schildert der 48-jährige Günther D. aus St. Veit. Der sportliche Physiotherapeut wollte mit dem Fahrrad zur Arbeit ins Landeskrankenhaus Wagna fahren, kam aber nur einige Hundert Meter weit.
"Wie irre in die Pedale getreten"
Plötzlich tauchte vor ihm ein Typ aus dem Wald auf: "Er hat schreiend eine Latte aufgezogen, ist auf mich zu und hat mich während der Fahrt mit voller Wucht am Kopf erwischt. In meiner Todesangst hab' ich wie irre in die Pedale getreten. Ich hab' befürchtet, dass mich eine Gruppe Wahnsinniger umbringen will!" Ausgerechnet in dieser dramatischen Situation hatte der zweifache Familienvater kein Handy bei sich: "Mein Glück war, dass mir eine Polizeistreife entgegengekommen ist. Ich hab' das Auto aufgehalten. Und erst dann gemerkt, dass mein Radhelm gespalten war."
Während Günther D. mit einer Gehirnerschütterung ins Spital kam, forschten die Uniformierten den Angreifer aus. Es handelte sich um den im Ort wohnhaften 18-Jährigen, der nach einer durchzechten Nacht das Auto seiner Mutter bei einem Unfall demoliert hatte. Dann rastete der Lehrling laut Polizei aus. Er schlug zwei Fensterscheiben eines Einfamilienhauses ein und beschädigte einen geparkten Wagen, ehe er den Radfahrer verletzte. Jetzt tut's ihm leid...
von Manfred Niederl, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.