02.09.2020 10:12 |

Wettlauf um Vakzine

Teil der Impfung könnte aus Österreich kommen

Derzeit liefern sich mehr als 170 Biotech-Unternehmen auf der ganzen Welt einen Wettlauf um den ersten international anerkannten Covid-19-Impfstoff. Dabei könnte ein Projekt des US-Pharmagiganten Pfizer die Nase vorne haben, an dem auch das österreichische Unternehmen Polynum aus Klosterneuburg beteiligt ist.

„Wir gehören weltweit zu den größten Impfstoffherstellern und sind auf diesem Gebiet schon seit Jahrzehnten tätig“, sagte der Pfizer-CEO Albert Bourla am Dienstag im Rahmen eines Kurzbesuchs beim niederösterreichischen Biotech-Unternehmen. 

Impfstoffkandidat in klinischer Phase 2 und 3
Zunächst habe man 20 Impfstoffkandidaten entwickelt und getestet, die eine Infektion mit dem Virus verhindern sollten. Die vorklinischen Tests erfolgten dann an Mäusen und Rhesusaffen. In der klinischen Phase 2 und 3 habe man seit Juli einen Leitkandidaten mit der Bezeichnung „BNT162b2“. Dabei kommen auch Erbsubstanzstücke des Coronavirus zur Anwendung, die sogenannte „mRNA“.

Vielversprechende Immunantwort erkennbar
In einer klinischen Untersuchung der Phase 1 und 2 habe sich nach zwei Injektionen des Impfstoffkandidaten im Abstand von 21 Tagen eine stärkere Immunantwort gezeigt als bei Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion „natürlich“ bekommen und überstanden hätten. „Wir wollen eine stärkere und länger anhaltende schützende Immunantwort bei den Geimpften erzeugen“, erklärte der Chef von BioNTech, Ugur Sahin, dessen Mainzer Unternehmen ebenfalls an dem Pfizer-Projekt beteiligt ist.

Eine Impfung auf der Basis von „mRNA“ habe den Vorteil, dass körpereigene Zellen selbst ein Virus-Protein erzeugen würden. Das würde das Immunsystem dazu anregen, selbst eine schützende Antwort zu erzeugen. Für den Impfstoff müsse die „mRNA“ in geeignete Transportvehikel verpackt werden. Dabei käme das Klosterneuburger Unternehmen ins Spiel.

„Wir beherrschen die Erzeugung von Liposomen bzw. Lipid-Nanopartikeln mit GMP-Qualität (pharmazeutischer; Anm.). Wir können die Produktion vom Labor in größere Mengen für die industrielle Impfstoffproduktion überführen", sagte Dietmar Katinger von Polynum.

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