18.05.2020 21:29 |

Phase eins in US-Labor

„Positive Zwischenergebnisse“ bei Impfstofftests

Ein wirksamer und sicherer Impfstoff gegen Covid-19 gilt als die entscheidende Waffe im Kampf gegen die Pandemie. Mit Hochdruck wird weltweit an einer Vakzine gegen das neuartige Coronavirus geforscht, jetzt hat das US-Biotech-Unternehmen Moderna von „positiven Zwischenergebnissen“ in der ersten Phase klinischer Tests eines möglichen Impfstoffs berichtet. Die US-Regierung investierte fast eine halbe Milliarde Dollar in das Forschungsprojekt.

Der mit der US-Gesundheitsbehörde NIH entwickelte Impfstoff mRNA-1273 habe bei acht von 45 Studienteilnehmern eine Immunreaktion hervorgerufen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Diese ähnelte demnach der Reaktion infizierter Menschen auf das Virus.

Vollständige Ergebnisse noch nicht bekannt
„Obwohl sie als vorläufig zu betrachten sind, zeigen die Zwischenergebnisse der ersten Phase, dass eine Impfung mit mRNA-1273 eine Immunreaktion in der gleichen Größenordnung auslösen kann, wie sie durch eine natürlich ausgelöste Infektion hervorgerufen wird“, erklärte Tal Zaks, medizinischer Leiter von Moderna. Die vollständigen Ergebnisse der ersten Phase der klinischen Tests sind jedoch noch nicht bekannt.

Das Unternehmen realisiert die klinische Studie gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde NIH. Drei Gruppen aus jeweils 15 Teilnehmern erhielten in der ersten Phase drei verschiedene Dosen des Impfstoffs. An der zweiten Phase, die den Angaben zufolge demnächst beginnt, soll voraussichtlich eine größere Zahl von Menschen teilnehmen.

Wichtigste Phase soll im Juli beginnen
Die dritte sowie letzte und wichtigste Phase der klinischen Tests soll im Juli beginnen. Sie ist ausschlaggebend für eine mögliche Anerkennung der Wirksamkeit des Impfstoffs. Laut Moderna ergaben zusätzliche Tests an Mäusen, dass der Impfstoff eine Verbreitung des Virus in den Lungen der Mäuse verhindert.

Wettstreit um Kontrolle über Impfstoff
Bisher gibt es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Virus SARS-CoV-2, das die Lungenkrankheit COVID-19 auslöst. Gleichzeitig wird der Wettstreit um die Kontrolle über das geeignetste Mittel immer aggressiver. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt haben sich zuletzt für kostenlose Corona-Therapien und -Impfstoffe für alle Menschen ausgesprochen, sobald die Behandlungsmethoden verfügbar sind. Die EU-Kommission fordert einen „gerechten und allgemeinen“ Zugang.

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