"Papa ist im Himmel"

Drillingstöchter von getötetem Winzer nun Halbwaisen

Niederösterreich
23.09.2010 17:39
Nach dem Todesdrama um Winzer Johannes M. trägt der kleine Weinort Reith bei Langenlois (Bezirk Krems-Land) Trauer. Wie berichtet (siehe Infobox), wurde der 53-Jährige am Mittwoch beim Reinigen seiner Weinpresse zermalmt. Zu Mittag mussten Helfer vom Kriseninterventionsteam seine Drillinge von der Schule abholen: "Euer Papa ist jetzt im Himmel."

Für die drei Siebenjährigen Lisa, Elena und Hanna brach damit eine heile Welt zusammen. "Die Mädels sind doch immer gleich nach der Schule zu meinem Sohn gerannt und haben ihn über alles geliebt. Heiliger Gott, wie soll das alles jetzt nur weitergehen", erzählt Oma Elfriede Friedrich "Krone"-Fotograf Franz Crepaz

Erwin Pröll ist Taufpate der Mädchen
Nach der Tragödie ist in dem idyllischen Weinhauerort bei Langenlois nichts mehr, wie es früher war. Hatte sich doch die 400-Seelen-Gemeinde mit der Familie Maurer – den Eltern ging mit den Drillingen ein lang gehegter Kinderwunsch in Erfüllung – mitgefreut. "Sogar unser Landesvater Erwin Pröll hat die Patenschaft für sie übernommen und immer Kontakt mit dem Dreimäderlhaus gehalten", erzählt Feuerwehrkommandant Gerhard Wiesinger. Er war nach dem Unglück als Erster zur Stelle, um seinen Freund und Kameraden noch zu retten, allein das Schicksal war dagegen.

"Natürlich werden wir jetzt alles unternehmen und gemeinsam schauen, dass wir der leidgeprüften Familie helfen und auch die Ernte einholen", sagt Bürgermeister Hubert Meisl. Und auch für den Landeshauptmann ist es klar, dass die Hinterbliebenen jede Hilfe erhalten. "Das sind wir den Drillingen schuldig", so Pröll.

von Florian Hitz, Kronen Zeitung

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