SPÖ-Kritik an Hebein

Verpflichtende Kurse für Wiens Radfahrer gefordert

Wien
11.08.2020 11:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Auf Wiens Straßen sind immer mehr Radfahrer unterwegs, was mitunter auch zu mehr Unfällen und Konfrontationen mit anderen Verkehrsteilnehmern führt. Der SPÖ-Sicherheitssprecher Marcus Schober fordert deshalb nun verpflichtende Kurse für Radfahrer.

Ein 47 Jahre alter Fußgänger ist im Juni im Donaupark mit einem Radfahrer aneinandergeraten. Der Radler versetzte dem Fußgänger im Zuge dessen einen Faustschlag, woraufhin der 47-Jährige stürzte und mit dem Kopf am Asphalt aufschlug. Das Opfer schwebt seither in Lebensgefahr.

Kritik an Birgit Hebein
Diesen dramatischen Vorfall nimmt Schober nun zum Anlass, um härtere Regeln für Radfahrer im Straßenverkehr zu fordern. „Sicherheit für alle VerkehrsteilnehmerInnen statt Pop-up-Radwege“, postete Schober kürzlich auf seiner Facebook-Seite. „Ich finde es toll, dass der Radanteil steigt. Aber Hebein kann nicht einen Radweg nach dem anderen aufmachen, aber keine Regeln aufstellen“, kritisiert der SPÖ-Sicherheitssprecher im Gespräch mit „Heute“ die Verkehrsstadträtin.

„Verpflichtende kostenlose Radkurse“
Schober fordert Hebein im Zuge dessen dazu auf, Möglichkeiten zu prüfen, um strafbare Handlungen von Radfahrern nachverfolgen zu können. Da das Einführen einer Kennzeichenpflicht für Radfahrer jedoch „kein leichtes Unterfangen“ sei, schlägt der Politiker laut „Heute“ eine andere Möglichkeit zur Verbesserung der Situation vor: „Um die Sicherheit im Wiener Straßen- und Radwegverkehr nachhaltig zu gewährleisten, sollte es niedrigschwellige, aber verpflichtende kostenlose Radkurse geben, vor allem für jene, die keinen Führerschein besitzen.“

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