„Will mich loswerden“

Ried-Aufstieg: Kleine Misstöne im großen Jubel

Der Tabellenzweite Austria Klagenfurt „nur“ 6:1, Spitzenreiter Ried dagegen 9:0! Während Fußball-Österreich über die Ergebnisse der letzten Runde in der 2. Liga den Kopf schüttelt, ist trotz des Titels auch im Innviertel nicht alles eitel Wonne.

„Ich hätte nie damit gerechnet, dass sich Innsbruck in Klagenfurt 1:6 abschießen lässt“, staunte Max Schmidt. Nach dem eigenen 9:0-Meisterstück über den FAC. Ein Satz, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss - und mit dem der Ried-Vorstand der „Nacht der Fußball-Schande“ ein I-Tüpfelchen aufsetzte. Die im Innviertel aber allen egal war: Vom Himmel fiel schwarz-grüner Konfettiregen, durchs Stadion dröhnte „We Are The Champions“, vor den Eingängen malten Fans ein krachendes Feuerwerk in die schwarze Nacht.

9:0! Meister! Nach 1060 Tagen Zweitliga-Hölle im dritten Anlauf endlich oben - Ried lag sich in den Armen. Augenscheinlich als große Fußball-Familie. Aus der aber auch Dissonanzen hörbar sind. Trainer Gerald Baumgartner verriet etwa der „Krone“ schon zuletzt nach dem 3:2 in Horn: „Im Vorstand gibt’s wen, der will mich loswerden!“

Daxl-Mission erledigt!
Schmidt bestätigt, dass man deshalb zuletzt in der Führungsetage „nicht immer einer Meinung war“. Baumgartner, dessen Vertrag sich durch den Aufstieg verlängert, wiederum, dass das Klima mit „Co“ Andi Heraf schon besser war. Und einer sagt sogar: „Roland Daxl soll weg!“ Der Geschäftsführer dazu cool: „Das ist mir egal - denn meine Mission ist erledigt!“

Umgekehrt betont aber nicht nur Infrastruktur-Vorstand Thomas Gahleitner, „dass wir oben nur bestehen können, wenn wir alle an einem Strang ziehen.“ Denn freilich ist allen bewusst, dass es für Ried auch in der 1. Liga sehr schwer wird, jeder aber natürlich nur das Beste will. Doch was ist das? In jedem Fall soll ein Sportvorstand kommen. „Wird der Trainer aber mit so einem können?“, ist zur gesuchten Personalie jedoch schon jetzt zu hören.

Neuer Sportchef!
Doch wie hatte Chef-Scout Gerhard Schweitzer vorm Freitag-Spiel gesagt: „Schaffen wir’s nicht, ist es eine Katastrophe und schaffen wir es, wird’s eine Mega-Herausforderung.“ „Die wir ab Montag angehen“, sagt Vorstandssprecher Karl Wagner. Bis dahin soll aber in Ried gefeiert werden!

D. Lemberger/G. Leblhuber, Kronen Zeitung

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Freitag, 07. August 2020
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