06.07.2020 07:30 |

„Neue Normalität“

Home-Office: Fujitsu halbiert Büroflächen bis 2023

Der japanische IT-Konzern Fujitsu will bis März 2023 die Hälfte seiner Büroflächen aufgeben. Es sei infolge der Conavirus-Pandemie die „neue Normalität“, dass für die rund 80.000 Mitarbeiter in Japan das Arbeiten von zu Hause nach Möglichkeit der neue Standard werde, erklärte der Konzern seinen Schritt unter dem Konzept „Work Life Shift“.

Laut einer Erhebung der Arbeiterkammer Oberösterreich arbeitete über ein Viertel der Beschäftigten in Österreich von März bis Mai fast ausschließlich im Home-Office, weitere elf Prozent zumindest teilweise. Bei den qualifizierten bzw. leitenden Angestellten arbeiteten knapp 40 Prozent daheim, bei den Akademikern 56 Prozent. Arbeiter und Pflichtschulabgänger waren nur zu jeweils zehn Prozent im Home-Office - manuelle Tätigkeiten können nicht von Zuhause aus erbracht werden.

Mehrbelastung
Von jenen, die ins Home-Office verbannt wurden, klagten vor allem die Arbeitnehmer mit schulpflichtigen Kindern über eine extreme Mehrbelastung. Fast die Hälfte von ihnen sagte, ihren Beruf mit ihren sonstigen Aufgaben zu vereinbaren, „stresst mich jetzt mehr als vor der Coronakrise“. Vielen ermöglichte die Heimarbeit freilich die Kinderbetreuung während der Schulschließung. Bei den Arbeitnehmern ohne Betreuungsagenden berichteten 25 Prozent von mehr Stress.

40 Prozent der Heimarbeiter arbeiteten auch zu Zeiten, zu denen sie früher nicht tätig waren - frühmorgens, abends, nachts oder am Wochenende. Bei den Arbeitnehmern mit Kindern zu Hause berichteten 39 Prozent von mehr Zeitdruck und 30 Prozent von einem stärkeren Arbeitsdruck „ohne Zeit zum Verschnaufen“; 28 Prozent fehlte daheim schlicht der Platz, um ihre Arbeit sinnvoll verrichten zu können. Einsamkeit beziehungsweise Isolation verspürten nur elf Prozent der Kindererziehenden und acht Prozent jener, die ganz allein von zu Hause aus arbeiteten.

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