„Das war sehr nett“

Trump: Putin stoppt Kiew-Angriffe für eine Woche

Außenpolitik
29.01.2026 18:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Kreml-Chef Wladimir Putin gebeten, eine Woche lang keine Angriffe auf Kiew zu führen – wegen der extrem niedrigen Temperaturen in der ukrainischen Hauptstadt. Trump sagte am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung in Washington, Putin habe dem zugestimmt.

„Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die anderen Städte zu schießen. Und er hat dem zugestimmt, und ich muss Ihnen sagen, das war sehr nett.“ Aus Moskau gibt es bisher keine Bestätigung.

Russen machten Kälte für Ukrainer noch schlimmer
Mit Blick auf die Menschen in der Ukraine sagte Trump: „Sie haben noch nie so unter der Kälte gelitten. Es ist außergewöhnlich kalt dort, rekordverdächtig kalt.“ Seit Wochen feuert der Kreml erbarmungslos auf die Bevölkerung Kiews.

Russische Soldaten bombardieren gezielt Wohnhäuser, Wärmekraftwerke und die Stromversorgung. Immer wieder fällt bei Temperaturen um bis zu minus zehn Grad die Heizung aus.

Für die kommende Woche werden in Kiew Temperaturen von bis zu minus 30 Grad erwartet. Auch die Wasserversorgung fällt aufgrund der Angriffe immer wieder aus.

Wohl härtester Kriegswinter für Ukraine
Beobachter warnen vor dem härtesten Kriegswinter für die Ukraine. Es herrscht russischer Kälte-Terror, und es ist kaum vorstellbar, wie die Bevölkerung der ukrainischen Hauptstadt den eisigen Temperaturen und den Angriffen Nacht für Nacht trotzt. Als Reaktion auf die anhaltenden russischen Angriffe auf die Strom- und Wärmeinfrastruktur stockte Deutschland seine Winterhilfe für die Ukraine um weitere 15 Millionen Euro auf insgesamt 85 Millionen Euro auf.

Bis zu Minus 30 Grad in Kiew erwartet, doch hält die eiskalte Waffenruhe wirklich?
Bis zu Minus 30 Grad in Kiew erwartet, doch hält die eiskalte Waffenruhe wirklich?(Bild: AFP/LOUISA GOULIAMAKI)

Russland zuvor mit indirekter Warnung an NATO
Die Angriffe verlieren keineswegs an Intensität, während die internationale Gemeinschaft um eine Lösung im russischen Angriffskrieg ringt. Im Jänner setzte Russland bereits mehrfach die neue, atomwaffenfähige Hyperschallrakete „Oreschnik“ ein, die unter anderem Mitte Jänner in der Westukraine einschlug.

Beobachter werten dies als klare Warnung des Kremls an die NATO-Staaten, dass Putin keinen Schritt nachgeben wird. Am Dienstag und Mittwoch töteten russische Angriffe allein in Kiew 16 Menschen. Sechs weitere Menschen starben bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug in Charkiw.

Es geht wieder an den Verhandlungstisch
Das nächste Treffen zwischen ukrainischen und russischen Vertretern soll nach Angaben Kiews am Sonntag in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden. US-Außenminister Marco Rubio stellte eine erneute Teilnahme der USA in Aussicht.

Ob Wladimir Putin tatsächlich einer Feuerpause zustimmt, ist jedoch unklar. In der Vergangenheit hatte der Kreml immer wieder die Hoffnung auf ein Kriegsende signalisiert, um seine Angriffe anschließend fortzusetzen.

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