Meister gewinnt Hit

Salzburg macht bitteren Absturz des LASK perfekt

Für den LASK ist die Saison mit dem letztlich enttäuschenden Platz vier zu Ende gegangen. Am Sonntag mussten sich die Oberösterreicher im letzten Saisonspiel Meister Salzburg mit 0:3 (0:0) geschlagen geben. Platz drei und der Fixplatz in der Europa-League-Gruppenphase ging damit im Fernduell an den WAC, der die Linzer mit dem 3:1 über Rapid im letzten Moment noch überholte.

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Dominik Szoboszlai per Foulelfer (67.), Andre Ramalho (72.) und Mohamed Camara (95.) wieder mit Foulelfer stellten in einer lange offenen Partie den achten Sieg im zehnten Meistergruppenspiel der „Bullen“ sicher, die nach dem Grunddurchgang noch mit einem Drei-Punkte-Rückstand auf den LASK dagestanden waren. Der LASK, der in der Vorwoche Platz zwei gegen Rapid verspielt hatte, muss nun in der 3. Qualirunde für die Europa League beginnen. Salzburg durfte indes nicht nur über einen Prestigeerfolg jubeln, sondern stellte auch seinen eigenen Torrekord von 110 Toren ein. Der stammt aus der Saison 2013/14, als aber vor der Reform noch 36 und nicht 32 Runden absolviert wurden.

Klares Statement von Marsch
Bemerkenswert war schon vor Beginn in Pasching Salzburgs Aufstellung. Trainer Jesse Marsch hätte auch seine C-Elf aufs Feld schicken können, entschied sich aber für die „Einser-Panier“ und ein klares Statement - wohl auch im Hinblick auf die Corona-Mannschaftstrainings der Linzer. Intensiv wie die Rivalität war dann auch das Geschehen am Feld. Salzburg machte das Spiel, wurde vom einem sehr engagierten LASK aber zumeist gut in Schach gehalten. Richtig gefährlich wurde es dann aber nach einem Eckball, Ramalhos Köpfler ging aber recht knapp am Tor vorbei (20.).

Kurz danach setzte der Brasilianer nach Szoboszlai-Vorarbeit den Ball neuerlich per Kopf daneben (22.), wieder zwei Minuten später fiel dann das vermeintliche 1:0 für die Gäste: Nach Pass von Enock Mwepu wurde der Treffer von Hwang Hee-chan allerdings wegen Abseits aberkannt - eine richtige Entscheidung von Schiri Robert Schörgenhofer in seinem letzten BL-Spiel. Die Führung für Salzburg schien in dieser Phase nur noch eine Frage der Zeit, ehe Joao Klauss in seinem wohl letzten Spiel für den LASK (Köpfler daneben/36.) und Peter Michorl mit einem gefährlichen Außenristschuss fast die Partie auf den Kopf gestellt hätte (40./daneben).

Dank gutem Spiel gegen den Ball war der LASK zur Halbzeit noch im Rennen um Platz drei, den zu diesem Zeitpunkt allerdings der gegen Rapid führende WAC innehatte. Die Linzer gestalteten die weiter chancenarme Partie offen, setzten nun auch offensiv bessere Akzente. Samuel Tetteh (53.) und Husein Balic (57.) dribbelten sich brandgefährlich in den Strafraum, wo sie erst in letzter Sekunde vom Ball getrennt wurden. Balic mit einem Weitschuss nur Zentimeter über die Querlatte unterstrich die Ambitionen der Oberösterreicher (67.).

Zwei Elfmeter
Mit seiner ersten gefährlichen Aktion nach rund 65 Minuten leitete dann aber Patson Daka den Sieg der Gäste ein: Goalie Alexander Schlager konnte sich gegen den Sambier nur mehr mit einem Foul behelfen, Szoboszlai schoss vom Elferpunkt eiskalt ein. Als Ramalho dann infolge einer Szoboszlai-Ecke per Kopf aus rund zwölf Metern zum 2:0 vollendete, war die Partie endgültig gelaufen. In der Nachspielzeit stoppte Schlager einmal mehr einen Gegner regelwidrig, diesmal war es Zlatko Junuzovic. Camara sorgte mit seinem ersten Tor in Österreichs Oberhaus für den Endstand.

Endstand:
LASK - Red Bull Salzburg 0:3 (0:0)

Pasching, Raiffeisen-Arena, keine Zuschauer erlaubt (wegen Coronavirus), SR Schörgenhofer

Tore: 0:1 (67.) Szoboszlai (67./Foulelfer), 0:2 (73.) Ramalho, 0:3 (94.) Camara (95./Foulelfer)
Gelbe Karten: Andrade, Trauner bzw. Ramalho

LASK: Schlager - Wiesinger, Trauner, Andrade - Ranftl, Holland, Michorl, Renner - Frieser, Klauss (44. Raguz), Tetteh (57. Balic)
Salzburg: Stankovic - Vallci (56. Camara), Ramalho, Wöber (40. Kristensen), Ulmer - Okugawa (56. Okafor), Mwepu, Junuzovic, Szoboszlai - Daka (75. Adeyemi), Hwang (75. Koita)

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