Corona hat auch das Schauspielhaus kalt erwischt. Bei einer Auslastung von 92 Prozent wurde plötzlich alles finster. „Also haben wir uns Gedanken gemacht, was Theater in so einer Situation ist und kann“. Vieles davon hat in den neuen Spielplan Eingang gefunden, der 2020/21 acht Premieren im Haus eins bringt.
„Wir spielen, sicher!“ lautet der Schlachtruf, mit dem sich Intendantin Iris Laufenberg und ihr Team in die kommende Spielzeit stürzen. Fixiert hat man vorerst acht Premieren im Haus eins, auch was die Pläne für die Häuser zwei und drei angeht, hat man schon konkrete Vorstellungen, will mit der Präsentation aber die weiteren Schritte der Bundesregierung abwarten.
Theater dreht sich um den Menschen
„Wir haben festgestellt, dass Theater sich um den Menschen dreht und nicht um Wirtschaft und Kapital“, sind sich Laufenberg und Chefdramaturgin Karla Mäder einig. Also wird in der kommenden Saison der Mensch und seine Stellung in Staat und Politik erkundet. Gleich zur Eröffnung liefert Thomas Köck dazu den passenden Rahmen mit dem dritten Teil seiner Vermessung „Dritte Republik“. Damit wird Haus eins am 11. September eröffnet.
Klassiker und Zeitgenossen
Es folgen Fragen zum Staat von Johann Wolfgang Goethe, Elfriede Jelinek, Shakespeare, Charlie Chaplin und einigen anderen mehr.
Neue Formate weiterentwickeln
Auch im Haus zwei und drei will man sich dieser Thematik widmen, allerdings nur, wenn das, was die Besucherzahlen angeht, auch sinnvoll ist. Sonst müsse man andere Lösungen finden. Etwa die filmische Umsetzung, die mit VR-Brille aktuell beim „Judas“ zu erleben ist und mit „Krasnokarsk“ von Johan Harstad ab Herbst ausgebaut werden soll. Auch den Schwerpunkt auf zeitgenössische Autoren will man beibehalten. „Damit sind wir nicht nur in Graz sehr erfolgreich, sondern auf vielen Festivals“, betont Laufenberg. Und natürlich wird es einige Wiederaufnahmen geben.
Auch zwei neue Ensemblemitglieder sind ab Herbst zu erleben: Lisa Birke Balzer und Alexej Lochmann. Alle Infos zum Spielplan, zu Abios und Karten findet man hier.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.