18.06.2020 12:21 |

Unternehmer Knill

Steirer wird Chef der Industrie in Österreich

Mit Georg Knill schwingt sich nun ein Vertreter der (zumindest industriell gesehen) jüngeren Generation in den Chefsessel der Industriellenvereinigung (IV) - der noch dazu ein Unternehmenseigentümer ist, was sich auch viele Wahlberechtigte gewünscht haben. Der 47 Jahre alte Manager der familieneigenen Knill Gruppe hat seit 2016 auch schon Erfahrung als Präsident der IV Steiermark.

Knill leitet das Familienunternehmen - ein Mischkonzern - mit seinem Bruder Christian seit 2002. Dieser ist Wirtschaftskennern von den jährlichen Metaller-KV-Verhandlungen auf Seiten des Fachverbandes der Metalltechnischen Industrie ein Begriff. Die Geschichte ihres Familienunternehmens reicht bis ins Jahr 1702 zurück, es hieß damals noch Mosdorfer. Die seinerzeitige Kaiserliche Armee wurde vornehmlich mit Säbeln der Firma mit Sitz in Weiz in der Steiermark beliefert.

Unternehmer mit eigenem Museum
Knill hat sein Geschäft im Familienunternehmen von der Pike auf gelernt. Und auch in der IV ist er bereits seit knapp 20 Jahren engagiert. Von 2001 bis 2008 war er Vorsitzender der Jungen Industrie Steiermark, von 2012 bis 2016 war er Vize der IV in der grünen Mark und seit 2016 ist er Präsident. „Wir sind stolz auf unsere 300-jährige Geschichte und Tradition“, heißt es auf der Unternehmenshomepage. Kein Wunder, dass es sogar ein Firmenmuseum gibt - mit dem Namen „Die Klingenschmiede“.


Konkret leiten die Knill-Brüder die Knill Energy Holding GmbH und die Rosendahl Nextrom GmbH. Beide voneinander unabhängigen Gesellschaften befinden sich zu je zur Hälfte im Besitz von Christian und Georg Knill. Standorte gibt es in Europa, Asien, den USA und Australien. Wie die Tätigkeit in den Interessensvertretungen IV (Georg) und Wirtschaftskammer (Christian), haben sich die Brüder das Unternehmen aufgeteilt.

Unternehmerfamilie
Georg Knill ist der jüngere der beiden Knill-Brüder. Die Buben wuchsen im Betrieb auf. „Unsere Berufslaufbahn war also im klassisch, konservativen Elternhaus vorgegeben“, sagte Knill zum 300-Jahr-Jubiläum der Knill Gruppe. Demnach bezeichnet sich Knill auch als bodenständiger Mensch, der in der Heimat verwurzelt ist. Als Hobbys nennt er kochen und sein Damwildgehege. Knill ist HTL-Absolvent, verheiratet und hat zwei Töchter.

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