13.05.2020 08:12 |

Autonomes Fahren

Waymo: Finanzspritze von drei Milliarden Dollar

Der Roboterwagen-Entwickler Waymo hat seine jüngste Finanzierungsrunde auf drei Milliarden Dollar ausgebaut. Anfang März hatte die Google-Schwesterfirma die Geldspritze noch auf 2,25 Milliarden Dollar (gut zwei Milliarden Euro) beziffert. Seitdem kamen noch weitere Finanzfirmen ins Boot, wie Waymo am Dienstag mitteilte. Es war die erste Finanzierungsrunde von Waymo mit externen Geldgebern. Dazu gehörte auch der kanadische Auftragsfertiger Magna, der vom Steirer Frank Stronach gegründet wurde und ein Werk in Österreich hat.

In Waymo ging Googles Roboterwagen-Programm auf - und die Firma gilt als besonders weit bei der Entwicklung von Systemen zum autonomen Fahren. Waymo experimentiert gerade mit einem Robotaxi-Service in Arizona und würde gerne Autohersteller mit seiner Roboterwagen-Technologie versorgen. Anfang März stellte Waymo auch seinen Frachtdienst Via vor, der Güter mit selbstfahrenden Sattelschleppern und Lieferwagen transportieren soll. Das frische Geld soll unter anderem in dessen Aufbau fließen. Außerdem wolle Waymo damit mehr Sensoren einer neuen Generation in die Fahrzeuge bringen, sagte Firmenchef John Krafcik dem „Wall Street Journal“.

Milliardenmarkt
Auch andere Player in dem Geschäft haben sich Milliarden gesichert. So vereinbarte Cruise, die Roboterwagen-Firma des Autokonzerns General Motors, bereits 2018 eine Geldspritze in Höhe von 2,25 Milliarden Dollar vom Investitionsfonds des japanischen Technologiekonzerns Softbank sowie weitere 2,75 Milliarden Dollar vom Autobauer Honda. Dann legten Finanzinvestoren noch einmal 1,15 Milliarden Dollar drauf. Volkswagen investierte im vergangenen Jahr 2,6 Milliarden Dollar in die gemeinsam mit Ford betriebene Roboterwagenfirma Argo.

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