10.05.2020 11:33 |

„Lachen beste Medizin“

Wiener Prater will am 15. Mai wieder öffnen

Die Prater-Schausteller wollen ihre Attraktionen auch am 15. Mai öffnen. Eine entsprechende Petition der Betriebe an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) wird von der SPÖ Wien-Leopoldstadt unterstützt. Alexander Nikolai, SPÖ-Spitzenkandidat im 2. Bezirk, sorgt sich um die „Institution“: „Der Prater ist Kulturgut und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Leopoldstadt. Wien ohne Prater? Das wäre wie Wien ohne Stephansdom.“ Die wirtschaftliche Existenz von 1200 Menschen stünde in Zeiten der Rekordarbeitslosigkeit auf dem Spiel.

Die SPÖ Wien-Leopoldstadt macht sich im Vorwahlkampf zur Gemeinderatswahl für den Wurstelprater stark, der im zweiten Bezirk liegt. Sie unterstützte am Sonntag eine Petition der Praterbetriebe an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), in der eine Öffnungserlaubnis für den Prater ab 15. Mai - wie für die (Prater-)Gastronomie - fordern. Das Schweizerhaus öffnet - unter Berücksichtigung aller Sicherheitsmaßnahmen - ebenfalls nächsten Freitag seine Pforten.

Prater keine Veranstaltung im Sinne des Epidemiegesetzes
Die Betreiber der Petition berufen sich laut den Sozialdemokraten auf die für Betriebsstätten und Veranstaltungen zuständige Magistratsabteilung 36. Demnach sei der Wurstelprater im Landesgesetz keine Veranstaltung im Sinne des Epidemiegesetzes. Die Forderung ist daher der Start des Betriebes im Prater (Schaustellerbetriebe und Gastronomie) im Rahmen des Epidemiegesetzes bis Mitte Mai 2020.

Das Wiener Veranstaltungsgesetz hingegen zählt den Wurstelprater zu den „pratermäßigen Volksvergnügungen“. Für das Gesundheitsministerium, das die Verordnungen schreibt, macht das Wiener Landesgesetz den Prater zu einer Veranstaltung, so die SPÖ. Und Veranstaltungen seien nach aktuellem Stand bis Ende Juni verboten. Auch die Wiener Wiesn fällt der Absagen-Flut aufgrund des Coronavirus zum Opfer - und wird nun virtuell abgehalten.

Umfangreiches Hygienkonzept soll Infektionen verhindern
„Lachen ist die beste Medizin“, argumentieren die Praterbetreiber in ihrer Petition. Sie hätten bereits alle notwendigen Vorarbeiten geleistet und ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Die meisten Fahrgeschäfte sind im Freien. Dort wo - etwa in der Geisterbahn - im geschlossenen Raum gefahren wird, seien die Abstände ausreichend groß und der Aufenthalt zeitlich vorgegeben. Beim Anstehen soll der Abstand durch Bodenkleber wie in Supermärkten gewährleistet werden. Bei den Fahrgeschäften sollen Bodenkleber auf die Vorschriften hinweisen.

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