Nicht nur von Jungen

Warum jetzt Wein aus Roten Rüben getrunken wird

Familie
13.01.2026 06:00

Wein, Bier und Spirituosen ohne Kater? Von Internet-Trends und Vorsätzen beflügelt, greifen viele mittlerweile zu alkoholfreien Alternativen. Warum das auch in Wien so ist und was Rote Rüben damit zu tun haben.

Farblich ist es von Rotwein kaum zu unterscheiden. Schaut man aber auf die Inhaltsstoffe, zeigt sich ein anderes Bild: Rote oder Weiße Rüben sind die Basis jenes alkoholfreien Getränks, das Lucas Matthies für das ausgefallenste in seinem Sortiment erklärt.

Matthies ist Geschäftsführer von Klein & Low im 7. Bezirk und bietet dort nur Getränke an, die Bier, Wein und Co. ähneln sollen, jedoch alkoholfrei sind.

Potpourri an Alternativen  
Beliebt sind etwa Frucht-Cuvees, sogenannte „Sparkling Teas“ auf Tee-Basis oder Proxies, unter denen Weinalternativen zu verstehen sind. Philipp Smula, vom Shop OHNERAUSCH im 18. Bezirk, nennt noch entalkoholisierte Weine sowie Biere und „Verjus“, der Saft unreifer Trauben, als gängige Getränke ohne Promille. Mit alkoholfreien Produkten werde aktuell viel „herumexperimentiert“, sagt er.

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Das Thema alkoholfreie Alternativen ist in der Gesellschaft angekommen. Nicht nur bei Jungen, sondern bei allen.

Lucas Matthies von Klein & Low 

Sowohl Winzer, die sich an alkoholfreien Pendants zu Riesling oder Sauvignon Blanc versuchen, als auch Produzenten mit neuartigen Erzeugnissen platzieren sich aktuell am Markt, erklärt Smula.

Abnehmer finden sich in allen Generationen. „Fälschlicherweise glauben alle, dass nur die jüngeren Generationen auf Alkohol verzichten. Aber der Trend ist bei allen angekommen“, so Matthies.

Was den Boom antreibt
Ein Grund dafür ist der Wunsch nach Selbstoptimierung, erzählt Smula. „Jeder rennt ja mittlerweile mit einer Smartwatch herum und kontrolliert die eigene Gesundheit. Außerdem sind die Risken und Nebenwirkungen von Alkohol immer mehr Thema“, meint er.

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Einerseits hat es was mit dem Wunsch nach Selbstoptimierung zu tun, andererseits spielt da natürlich Social Media eine Rolle.

Philipp Smula von OHNERAUSCH

Auch Social Media spielt da eine Rolle. Seit Jahren beteiligen sich viele dort am „Dry January“ (z. Dt. „trockener Jänner“) und trinken einen ganzen Monat lang keinen Alkohol.

Mögen die Alternativen ohne Promille und Kater zwar boomen, werden sie Bier und Wein allerdings nicht ersetzen. „Dafür ist Alkohol zu sehr in unserer Gesellschaft verankert“, sagt Smula.

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