Kepler Uniklinikum:

„Wichtiger Schritt, um aus einer Hand zu führen“

Die Stadt Linz überträgt ihre restlichen Anteile am Kepler Uniklinikum (KUK) der OÖ Gesundheitsholding. „Damit setzen wir nach langen Gesprächen einen klaren Schritt“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Bürgermeister Klaus Luger: „Es ist gut, wenn Gesundheitsdienste aus einer Hand bestritten werden.“

Bereits im Juli 2019 hatte die Stadt 74,9 Prozent ihrer Anteile an der Kepler Universitätsklinikum GmbH auf die OÖ Gesundheitsholding übertragen. Nun werden die restlichen 25,1 Prozent übergeben, rückwirkend zum 1. Jänner.

Kleine Restlast
Das Bekenntnis zum Uniklinikum und seinem Studien- und Forschungsbetrieb „bleibt natürlich bestehen“, betont der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. Die Stadt kündigt damit den ursprünglichen Vertrag zwei Jahre früher und kann seinen Kostenanteil sogar gegenrechnen - u.a., weil das Land die Med-Campus-Grundstücke erwirbt. Unter dem Strich bleibt nur mehr eine Restlast von einmalig 6,5 Millionen Euro, von der die Stadt aber schon 2,5 Millionen Euro bezahlt hat. Bereits am 14. Mai soll der Linzer Gemeinderat die endgültigen Beschlüsse fassen, der Landtag dann am 18. Juni. Der Vertrag ist ab 1. Juli gültig.

Führen aus einer Hand
Mit dem Rückzug der Stadt endet die 155-jährige Geschichte des einstigen Allgemeinen Krankenhauses (AKH). Heute ist das Uniklinikum mit 1800 Betten und rund 7000 Mitarbeitern das zweitgrößte Spital Österreichs. Es kommt nun mit den Regionalkliniken unter ein Dach. „Ein wichtiger letzter Schritt, um aus einer Hand führen zu können“, sagt Holdingchef Franz Harnoncourt: „Dabei erscheint der Blick auf eine gemeinsame Unternehmenskultur, auf medizinische Kooperationen und die Umsetzung des Synergieprojekts besonders wichtig.“

Wechsel im Aufsichtsrat
Harnoncourt bleibt Alleingeschäftsführer wird jedoch die Funktion des Kaufmännischen Direktors, die er in Personalunion bekleidet, zurücklegen. Unter der Geschäftsführung werden daher der Ärztliche Direktor und der Kaufmännische Direktor zur Ausschreibung gelangen. Laut Landes-Vize Christine Haberlander soll der Standort auch räumlich weiterentwickelt werden.
„Für die Patienten ändert sich nichts“, betont Haberlander. Sie bleibt übrigens Vorsitzende des Aufsichtsrats der Kepler Universitätsklinikum GmbH, die Mitglieder der Stadt Linz – Luger, Detlef Wimmer und Cornelia Polli – scheiden aus.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 04. Juni 2020
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