19.04.2020 13:14 |

Handcreme in, Duft out

Krisen-Körperpflege: Mehr Hygiene, weniger Styling

In der Corona-Krise, die viele Menschen seit Wochen großteils zu Hause hält, setzen die Österreicher in Sachen Körperpflege auf etwas mehr Hygiene und weniger Styling. Besonders groß ist laut einer Umfrage die Vorfreude auf einen Frisörbesuch. Der Renner unter den Produkten im Bad ist Handcreme, Düfte und Rasur sind jetzt weniger gefragt. Fast 66 Prozent der Befragten verwenden aktuell kein Make-up.

Wie sich Home-Office und Ausgangsbeschränkungen auf Körperpflege auswirken, hat sich Kosmetik transparent, die Informationsplattform der Markenkosmetikbranche, mit dem Marktforschungsinstitut Marketagent.com angeschaut. „Wie man sich pflegt, welche Produkte Priorität haben bzw. in den Hintergrund rücken, ist ein Spiegelbild aktueller Ereignisse“, sagte Stefan Kukacka, Sprecher der Branchenplattform.

Ganz oben im Vorfreude-Ranking liegt ein Frisörbesuch mit Schneiden und Färben (38,5 Prozent). Rund 20 Prozent färben und tönen ihre Haare einstweilen eigenhändig daheim. Ansonsten freuen sich viele auch schon auf Maniküre und Pediküre (10,6 Prozent) sowie Wellness mit Therme und Sauna (6,4 Prozent).

Handcreme als wichtigstes Utensil
Die als Corona-Vorsichtsmaßnahme intensivierte Handhygiene macht Handcreme zum Renner: Mehr als ein Drittel der Befragten verwendet sie häufiger als vorher. Fast zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer duschen derzeit aber auch öfter. Die überwiegende Mehrheit - rund 82 Prozent - hat daran nichts geändert.

Acht Prozent putzen häufiger die Zähne, 90 Prozent wie immer. Mehr als sieben Prozent greifen häufiger zu Mundwasser, fast acht Prozent waschen häufiger die Haare.

Jeder fünfte Mann rasiert sich seltener
Ins Hintertreffen geraten sind im Vergleich zu „normalen“ Zeiten vor allem Düfte: Fast ein Drittel trägt seltener Eau de Toilettes und Parfüms auf, Deos werden mit rund 16 Prozent und Stylingprodukte für die Haare zu 24 Prozent weniger verwendet. Fast 20 Prozent der Männer rasieren sich seltener. Ebenso viele Befragte enthaaren seltener Achseln und Körper. 

Auch Make-up auf Sparflamme
Fast 66 Prozent der verwenden aktuell kein Make-up. 20 Prozent tragen Wimperntusche aber auch in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen, gefolgt von Eyeliner (14 Prozent), Nagellack (zehn Prozent) und Lippenstift (acht Prozent).

Online-Befragung von 500 Personen im Alter zwischen 20 und 75 Jahren im Zeitraum 3. bis 7. April 2020

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