Wende im Erbstreit?

Witwe: „Möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt“

Niederösterreich
22.10.2025 18:00

Die „Krone“ berichtete über zwei Töchter, deren Stiefmutter das Erbe des Mannes mit Gewalt für sich erkämpfen wollte. Jetzt meldet sich „Frau I.“ zu Wort und schildert eine ganz andere Seite der Geschichte...

In einem Esszimmer in der Nähe von St. Pölten sitzt „Frau I.“vor ausgedruckten Fotos. Zu sehen ist eine glücklich wirkende Frau mit ihrem Ehemann Frank H., der vor einem Monat verstorben ist. Heute ist der Frau die Trauer deutlich ins Gesicht geschrieben. Die zwei Töchter Maria und Marita werfen ihr vor, nur auf den Tod und das Geld von Frank gewartet zu haben. Aber: „Die Mädchen kamen erst nach seinem Tod ins Spiel“, behaupten nun die Frau und Bekannte der Familie.

Frank H. lernte „Frau I.“ 2019 in Russland kennen. Die bereits erwachsenen  Töchter stammen aus einer anderen Beziehung. Ihre Mutter sei ebenfalls Russin, bei der sie auch ihre Kindheit verbracht haben.  „Frau I.“ und Frank H. heirateten noch vor dem Krieg in Russland, dann zog sie zu ihm nach Niederösterreich. Die beiden waren verliebt, doch der Schein trug...

Frauenhaus-Aufenhalt und Polizeibesuche
Mit dabei hat „Frau I.“ beim Gespräch  Polizeiprotokolle und Unterlagen vom Frauenhaus in Amstetten. „Mein Mann hat eine Maske getragen. Hinter dem lieben, charmanten Ehemann verbarg sich jemand, der sehr geizig war und Frauen kontrollierte“. Sie erzählt von Vorschriften, was sie pro Tag essen durfte: „Eine leere Semmel oder ein Jogurt, mehr nicht“. Was sie an Geld ausgab, schrieb er ihr vor, obwohl sie berufstätig war. 

Zitat Icon

Ich habe meinen Ehemann bis zu seinem Tod gepflegt.

Frau von Frank H.

Frank H. kam aus der DDR nach St. Pölten
Auch eine andere Frau, mit der er zwischen der Mutter der Töchter und    „Frau I.“ liiert war, ist beim „Krone“-Gespräch dabei. Die Erzählungen decken sich. „Mir ging es psychisch nicht mehr gut, am Ende der Beziehung“, sagt die andere Frau, die anonym bleiben möchte. Frank H. sei nach dem Mauerfall 1989 von Ostdeutschland nach Niederösterreich gekommen und habe hier einen gut bezahlten Job gefunden. „Frank und die Frauen, das war immer eine schwieirge Sache“, fügt ein damaliger Arbeitskollege hinzu.   

Witwe konnte sich nicht verabschieden
Obwohl „Frau I.“ ihren Mann bis zum Schluss pflegte, sei sie ihrer Meinung nach „nicht über das Begräbnis informiert worden von den Töchtern“. Eines Tages seien die beiden in die St. Pöltener Wohnung gekommen, „um nach der Eheurkunde zu suchen“, vermutet die Frau. Diese sei nämlich entscheidend, wenn es um einen rechtlichen Pflichtanteil geht.

Zitat Icon

Die Polizei wurde instrumentalisiert, um unseren Vater als „Gewalttäter“ darzustellen. 

Maria, Tochter von Frank H.

Im handschriftlichen Testament, das der „Krone“ vorliegt, stehen insgesamt acht Kinder, einigen davon habe der Vater bereits eine Erbschaft „ausbezahlt“. Wer in dem traurigen Fall nun Recht behalten wird, wird nur vor Gericht geklärt werden können. „Ich vermachte alles meinen Töchtern Maria und Marita“, schrieb jedenfalls Frank H. im Testament. Seine Ehefrau erwähnt er nicht. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt