04.04.2020 05:03 |

Kreuzschmerzen

Home-Office und Stress - der Rücken muss es büßen

Viel vor dem Computer, aber weniger Bewegung als sonst. Kreuzweh droht massiv. Immer mehr Österreicher leiden unter chronischen Schmerzen.

Stundenlanges Starren auf Bildschirm, Fernseher oder Smartphone. Die Isolation schlägt sich vor allem auf den Nacken und den Rücken. Schon junge Menschen klagen dieser Tage vermehrt über Kreuzweh. Auch weiterhin bleiben solche Beschwerden damit die österreichische Volkskrankheit Nummer 1! Bettruhe ist genau das Gegenteil von dem, was Experten in dieser Situation empfehlen. Auch zu Hause kann man in Bewegung bleiben und den Rücken trainieren.

Außerdem hilft es zur Vorbeugung, weniger Zeit am Handy zu verbringen, regelmäßige Pausen mit Lockerungsübungen zu machen und daran zu denken, stets eine rücken- bzw. halswirbelfreundliche Grundhaltung einzunehmen. „Das bedeutet: Smartphone vors Gesicht und Display auf einer Höhe mit den Augen halten“, rät Expertin OÄ Dr. Waltraud Stromer, Vize-Präsidentin der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) vom Landesklinikum Horn (NÖ), anlässlich der vergangenen 19. Schmerzwochen der ÖSG (Österreichische Schmerzgesellschaft).

Zitat Icon

Lieber die Augen senken, als Kopf und Nacken zum Handy zu beugen.

OÄ Dr. Waltraud Stromer, Vize-Präsidentin der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG)

Wichtig ist, rasch einzugreifen, denn: „Anders als bei anderen schmerzhaften Körperregionen gilt der Schmerz im Bereich des Rückens bereits nach 12 Wochen als chronisch!“, warnt Dr. Stromer. Geschätzte 500.000 bis 600.000 Personen sind in Österreich durch solche Dauer-Pein in ihrer Lebensqualität massiv beeinträchtigt. Oft ist medikamentöse Therapie notwendig. Der Zugang für akute Schmerzpatienten zur benötigten Therapie ist auch in Corona-Zeiten gegeben.

Daten und Fakten

  • 27 Prozentder Jugendlichen leiden nach längerer Handynutzung unter Nackenschmerzen.
  • 3- bis 5-mal pro Woche sollte man gegen Rückenprobleme trainieren!
  • 9,3 Millionen Krankenstandstage verursacht das Leiden jährlich.

Wohin wenden bei Schmerzen?
Derzeit sollte man sich beim Hausarzt, niedergelassenen Schmerztherapeuten, in einer Schmerzambulanz oder dem jeweiligen Facharzt telefonisch voranmelden und alles Weitere besprechen. Für die Ausstellung von Rezepten genügt ein Anruf beim Arzt. Er übermittelt diese per E-Mail oder Fax an die vom Patienten gewählte Apotheke. Die Medikamente können entweder selbst oder von jemand anderem abgeholt werden. Manche Apotheken organisieren auch Botendienste.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 05. Juni 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.