16.03.2020 22:13 |

Rekordverluste

Corona-Krise: Schwärzester US-Börsentag seit 1987

Die US-Börsen haben wegen der Coronavirus-Pandemie erneut einen schwarzen Tag erlebt. An der New Yorker Wall Street brach der Leitindex Dow Jones am Montag um knapp 13 Prozent ein und endete bei rund 20.188 Punkten. Das war der stärkste Rückgang seit dem schwarzen Montag vom Oktober 1987. Der Technologie-Index Nasdaq verlor mehr als zwölf Prozent. US-Präsident Donald Trump warnte, dass die schlimmste Virusausbreitung bis August andauern könnte. 

Der Dow Jones brach um 12,93 Prozent oder 2997,10 Punkte auf 20.188,52 Punkte ein. Dies war laut CNBC der schwächste Handelstag seit dem schwarzen Montag im Jahr 1987 und unter den fünf höchsten in der Geschichte. Am Freitag war der bekannteste Börsenindex noch um 9,4 Prozent gestiegen, hatte damit auf Wochensicht aber immer noch einen Verlust von mehr als zehn Prozent verbucht. Der marktbreite S&P 500 verlor am Montag 11,98 Prozent auf 2386,13 Punkte. Der Nasdaq Composite rutschte 12,32 Prozent tiefer auf 6904,59 Zähler und verbuchte damit einen Rekordverlust.

Große Ängste
Die Maßnahmen mehrerer globaler Notenbanken verfehlten damit zunächst ihr Ziel. Am Markt hieß es, eine am Sonntag von der US-Notenbank vorgenommene Notfallaktion erhöhe derzeit sogar die Ängste vor dem Ausmaß der laufenden Viruskrise. Die Fed hatte den Leitzins überraschend auf fast null Prozent reduziert und ein Maßnahmenpaket in Koordination mit anderen Notenbanken angekündigt.

„Weltwirtschaft kommt mehr und mehr zum Stillstand“
Ein Analyst sprach von einem bemerkenswerten Schritt der Fed, betonte aber zugleich, dass die Weltwirtschaft mehr und mehr zum Stillstand komme. Da fehle es auch den Währungshütern an dem nötigen Gegenmittel. Anleger starteten wieder eine Massenflucht aus dem Aktienmarkt in die als sicherer angesehenen Anlagen wie etwa US-Staatsanleihen.

Die Entscheidung der Fed schickte die Aktien von US-Banken am Montag wieder auf eine steile Talfahrt. Die Papiere der im Dow notierten Branchenvertreter JPMorgan und Goldman Sachs um 12,8 bzw. 15 Prozent ab. Für Banken macht ein niedriges Zinsumfeld das Alltagsgeschäft zum Beispiel mit Krediten weniger attraktiv.

Apple-Aktie schwer unter Druck
Die Aktien von Apple kamen mit minus 12,9 Prozent unter Druck. Der iPhone-Hersteller hatte angekündigt, wegen der Coronavirus-Ausbreitung seine 460 hauseigenen Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen zu schließen. Man wolle damit dazu beitragen, die Krankheit zu bremsen, sagte Firmenchef Tim Cook am Samstag. Außerdem wurde Apple von der französischen Wettbewerbsbehörde mit einer Strafe von gut 1,1 Milliarden Euro für aus ihrer Sicht illegale Vertriebsvereinbarungen belegt. Unter Druck blieb zudem wegen dem Coronavirus auch weltweit die Luftfahrtbranche. Die Papiere von Delta und United Airlines büßten 6,6 bzw. 14,8 Prozent ein.

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