"Einzigartig wie Tirol" - laute der Banner bei der Produktinformation auf der Homepage der Tirol Milch. Diese Einzigartigkeit werde durch die Fusion mit "der übermächtigen Berglandmilch" verloren gehen, erklärte Bodenseer. Gerade in Zeiten wie diesen hätten Unternehmen der Konsumgüterindustrie ohne klare Marken und entsprechenden Markeninhalt kaum eine Chance am Markt. Halb Europa beneide die Tiroler um die teils gentechnikfrei erzeugte Milch aus heimischen Landwirtschaftsbetrieben, um die Qualität der Molkeprodukte und um die Authentizität der Erzeuger und Vermarkter dieser Waren.
Bodenseer rät zu Marketingkooperationen
Bodenseer appellierte an die Verantwortungsträger der Genossenschaft, die Aspekte der Nachhaltigkeit, der Echtheit und der Verantwortung gegenüber den mehr als 4.000 Milchbauern und den Zigtausenden Kunden in Tirol und in Europa zu beachten und diesen ihren betriebswirtschaftlichen Überlegungen zugrunde zu legen. Es gebe in Tirol etliche gute Beispiele, in denen Marketingkooperationen zu schönen Erfolgen führten.
Er schlug eine Forschungsinitiative in Richtung Wellness/Gesundheit gemeinsam mit der Zukunftsstiftung und der Universität Innsbruck vor. Auch beim Marketing wäre ein Verbund mit der Marke Tirol und der Tirol Werbung möglich.
Experten prüfen Fusionspläne
Die Fusionspläne hatten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Geschäftsführung und Eigentümervertreter Hans Schweiger geführt. Nach einer Vorstandssitzung am vergangenen Freitag waren die Fusionspläne bekräftigt worden (siehe auch Bericht in der Infobox). Externe Experten sollen die Lage der Tiroler Molkerei in den nächsten Wochen prüfen, hatte es geheißen.
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