Laut den am Montag erscheinenden "FritzNews", der Zeitung des Bürgerforums, war das Jahr 2009 für die Tiroler Hypo alles andere als ein erfolgreiches Jahr. Erst nach und nach seien die drastischen Abschreibungen in Höhe von 72 Millionen Euro ans Licht der Öffentlichkeit gelangt. Gleichzeitig zeigte sich, dass das Risikomanagement der Landesbank ebenfalls nicht besonders glücklich verlaufen war. Das alles führte schließlich auch zur Trennung von Vorstandschef Hannes Gruber.
Dennoch erhöhten sich die Bezüge der drei Vorstände Hannes Gruber, Werner Pfeifer und Günter Unterleitner in diesem Jahr von 800.000 auf 1,2 Millionen Euro. Dafür fehlt LA Fritz Dinkhauser jegliches Verständnis: "Die Hypo-Manager haben im vergangenen Jahr satte 72 Millionen Euro, also eine Milliarde in alten Schilling, an Abschreibungen fabriziert und das schlechteste Geschäftsjahr aller Zeiten hingelegt." Wie zum Hohn genehmige die ÖVP-Politik den erfolglosen Bankmanagern dafür auch noch mehr Geld.
Besonderen Ärger erregt der Umstand, dass dies in finanziellen Krisenzeiten geschehe. "Das Maß ist jetzt mehr als voll! Die Bürger müssen jeden Euro umdrehen und die gescheiterten Landesbanker der Hypo bekommen Hunderttausende Euro mehr Gehalt. Das ist unglaublich und dreist", so Dinkhauser.
Jetzt will der Bürgerforum-Chef Aufklärung von Platter: "Herr Landeshauptmann, handelt es sich bei den 400.000 Euro um Schmerzens- oder Schweigegeld?" Zudem soll der angeblich katastrophale Prüfbericht der Österreichischen Nationalbank zur Hypo endlich offen gelegt werden.
von Werner Kriess, Tiroler Krone
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