Als Grund für den Anstieg wird in einem Bericht des Wirtschaftsministeriums die Wirtschaftskrise angeführt. Demnach versuchen die Unternehmen ihr bestehendes Personal zu halten und würden dadurch weniger Mitarbeiter neu einstellen.
Laut Wirtschaftsministerium ist die Arbeitslosigkeit bei Personen mit Migrationshintergrund eine der größten Herausforderungen. Es sei davon auszugehen, dass rund ein Drittel bis maximal die Hälfte der Jugendlichen mit Migrationshintergrund ohne weiterführenden Bildungsabschluss aus dem Bildungssystem ausscheide, während bei den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund dieser Anteil deutlich unter 10 Prozent liege.
Fach "Berufsorientierung" in Schule empfohlen
Der Bericht empfiehlt die Einführung eines eigenen Unterrichtsgegenstands "Berufsorientierung" in der 7. und 8. Schulstufe, denn die bisherige integrierte Form der Berufsorientierung habe sich für benachteiligte Jugendliche als unzureichend herausgestellt. Stärker gefördert sollten überdies auch außerschulische Berufsorientierungsangebote wie die "Schnupperlehre" werden.
Maßnahmen für jugendliche Migranten gefordert
Um Jugendlichen mit Migrationshintergrund einen besseren Zugang zu einer betrieblichen Lehrausbildung zu ermöglichen, empfiehlt der Bericht auch noch weitere Maßnahmen, etwa die rechtliche und bürokratische Vereinfachung der Beschäftigung von Lehrlingen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft, Beschäftigungsbewilligung bzw. Arbeitserlaubnis für junge Asylwerber, spezielle Beratungs- und Coaching-Angebote sowie die Ausweitung von Kursen zur Verbesserung der Deutschkenntnisse.
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