29.11.2019 15:31 |

SPÖ-Kündigungen

Adieu nach 13 Jahren, obwohl Baby im Anmarsch ist

Menschlichkeit - der Slogan der SPÖ aus dem Nationalratswahlkampf ist heute nur eine zynische Floskel. Wie berichtet, wurden 27 Mitarbeiter per E-Mail (!) über eine bevorstehende Kündigung informiert. Die „Krone“ erzählt die Geschichte eines Schicksals von vielen.

27 Mitarbeiter vor der Kündigung, per E-Mail haben es die Betroffenen wenige Tage vor dem ersten Advent-Wochenende erfahren. Es ist unvorstellbar, was sich in der Wiener Löwelstraße derzeit abspielt, eines ist es aber bestimmt nicht: menschlich. Denn hinter der kalten Zahl 27 stehen viele Schicksale.

E-Mail nach 13 Jahren in SPÖ-Bundesgeschäftsstelle
Wie das einer Wienerin, die auf Facebook in wenigen Zeilen viel aussagt: „Auch mein Mann wurde heute per Mail gekündigt“, schreibt sie. Nach 13 Jahren in der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle.

Kommt Baby zu spät, gibt es kein Karenzgeld für den Papa
Was noch dazukommt: „Unser zweites Kind kommt am 30.3. auf die Welt. Am 31.3. endet die Kündigungsfrist.“ Der Mann ohne Job, das Baby unterwegs. Und: Erblickt der Nachwuchs nur wenige Tage später das Licht der Welt, nämlich im April, dann, so die Mutter, „gibt’s übrigens auch kein Karenzgeld für den Papa. Ein unwürdiges Schauspiel!“ Und alles andere als menschlich.

Büro für Bürgerkontakte wird de facto aufgelöst
Klar ist mittlerweile, wer von den 27 angemeldeten Kündigungen betroffen ist. In erster Linie zu leiden hat just jene Abteilung, die für den Bürgerkontakt der SPÖ zuständig ist, die „SPÖ direkt“. Sie wird de facto zugesperrt. Ebenfalls stark betroffen ist die Organisation, die für die Abhaltung von Veranstaltungen zuständig ist. Das verwundert wenig, da man die Zahl der von der SPÖ organisierten Events aus Kostengründen stark reduzieren will.

Michael Pommer, Kronen Zeitung/krone.at

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