Helmut Ettl, langjähriger Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA), soll beim Internationalen Währungsfonds (IWF) anheuern. Das teilte die Oesterreichische Nationalbank am Montag mit. Dort begann Ettl seine Karriere als Leiter der Abteilungen Bankenaufsicht und Bankenanalyse und -revision.
Seit 2008 ist der SPÖ-nahe Volkswirt nun Vorstand der Finanzmarktaufsicht, seit 2023 läuft seine dritte Amtszeit. Derzeit bildet er das Führungsduo mit Co-Vorständin Mariana Kühnel. Der 60-Jährige ist außerdem stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA).
Ettl, der in der Sozialistischen Jugend Österreich und in der Schülerinnen- und Schülerbewegung politisch aktiv war, war beim Internationalen Währungsfonds in Washington und bei der EU-Kommission in Brüssel tätig. Zudem absolvierte er die London School of Economics.
Nun wird er für den Zeitraum 1. November 2026 bis 31. Oktober 2028 als Exekutivdirektor im Internationalen Währungsfonds (IWF) nominiert. Dieses Direktorium besteht aus insgesamt 25 Personen, die für die laufende Geschäftsführung zuständig sind. Gemeinsam wählen sie auch den Chef oder die Chefin. Der IWF wurde 1944 errichtet und verfolgt das Ziel, dass die Mitglieder (derzeit fast 200 Länder) in Fragen der internationalen Währungspolitik zusammenarbeiten und sich finanziellen Beistand leisten. Eine Aufgabe ist etwa die Prüfung der Preis- und Finanzmarktstabilität sowie der Förderung von Wirtschaftswachstum der Mitglieder.
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