Rekordtemperaturen

Ganz Tirol schwitzte am heißesten Tag des Jahres

Tirol
12.06.2010 09:27
Der Sommer hält Tirol fest im Griff: Am Freitag wurde an zehn Messstationen mehr als 30 Grad registriert, was die Meteorologen als Tropentag bezeichnen. Zudem mussten die Innsbrucker zwei Tropennächte - das Thermometer sinkt nicht unter 20 Grad - überstehen. Auch auf den Bergen wurden Rekordtemperaturen gemessen.

"Freitag war der heißeste Tag dieses Jahres in Tirol", bestätigt Wettertechniker Christian Pranger, der die zehn Stationen mit mehr als 30 Grad erhob: Der "Sieg" geht nach Mayrhofen mit 33,1 Grad vor Imst (32,9), Jenbach (32,8), Haiming (32,7), Universität Innsbruck (32,3), Flughafen Innsbruck (31,8), Kitzbühel (31,6), Landeck (31,5), Alpbach (30,9) und Prutz (30,3). 

Temperaturen wie in der Karibik
"Auffällig waren auch die hohen Temperaturen auf den Bergen. Auf der Ehrenbachhöhe bei Kitzbühel in 1.790 Metern waren es 22,4 Grad und am Brenner wurde mit 25,1 Grad sogar ein Sommertag erreicht", weiß Pranger. Sehr selten sind auch sogenannte Tropennächte, wie sie die Innsbrucker am Mittwoch und Donnerstag erlebten. Pranger: "Am Donnerstag betrug das Tagesmittel 26,1 Grad und lag damit 9,3 Grad über dem langjährigen Schnitt." Das sind Temperaturen, wie sie in der Karibik vorkommen!

Über die Hitzewelle freuen sich Eisverkäufer und Bäder: Am Innsbrucker Tivoli wurden bis Freitag 17 Uhr laut Betriebsleiter Robert Graßmair rund 5.200 Besucher gezählt. Genau beobachtet werden die Pegelstände der Tiroler Flüsse: Der Inn stieg in Innsbruck in der Mittagszeit auf 499 Zentimeter an - das ist eine einjährige Hochwassermarke.

Und wie sieht's am Samstag aus?
Am Samstag werden die Höchsttemperaturen um 28 Grad liegen. Pranger: "Freitag betrug die Luftfeuchte in Innsbruck nur 29 Prozent, das ist extrem trocken und man verträgt beispielsweise über 30 Grad noch relativ gut. Ab Samstag wird die Luft feuchter und es wird schwüler. Vom Gefühl her werden die meisten keinen Unterschied spüren: Schwüle wird so empfunden wie große Hitze."

Zum Abschluss gibt es noch eine gute Nachricht für alle Föhngeplagten, die in den vergangenen Tagen litten: Der Föhn schläft ein…

von Günther Krauthackl, Tiroler Krone
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