03.11.2019 14:35 |

Betrugsskandal?

Prinz Charles: Wirbel um gefälschten Monet

Prinz Charles sieht sich gezwungen, ein Gemälde von Claude Monet aus seinem schottischen Herrenhaus Dumfries House zu entfernen. Der Grund: Die Leihgabe, die eigentlich 56 Millionen Euro wert ist, ist angeblich nicht echt. Ein amerikanischer Fälscher prahlt jetzt nämlich: Er, nicht der französische Impressionist, habe bei bei diesem Bild den Pinsel geführt.

In seinem Herrenhaus in Schottland hat Prinz Charles 17 Leihgaben des pleitegegangenen britischen Unternehmers James Stunt hängen - unter ihnen ein Monet-Gemälde, auf dem Wasserlilien zu sehen sind. Dieses und zudem noch zwei weitere Bilder - ein Picasso im Wert von rund 48 Millionen Euro sowie ein Dali im Wert von rund 14 Millionen Euro - seien keine Originale, erklärte Künstler und Fälscher Tony Tetro nun gegenüber der „Daily Mail“.

Tetro verkauft Kopien von Kunstwerken
Tetro saß bereits eine sechsmonatige Haftstrafe wegen Fälschens von Meisterwerken ab, habe sich danach aber auf das Kopieren von Meisterwerken spezialisiert, die er an Privatpersonen verkauft. Das ist legal, jedenfalls solange er beim Käufer mit offenen Karten spielt. 

Er habe auch Stunt darüber informiert, dass es sich bei den insgesamt elf Meisterwerken, die der Ex-Ehemann von Milliardenerbin Petra Ecclestone bei ihm erworben habe, um Kopien handle, so Tetro.

„Ich sagte ihm: ,Du kannst bei deinen Freunden mit meinen Bildern Eindruck schinden, dein Haus mit ihnen dekorieren, aber sie würden niemals eine Prüfung durch einen Experten bestehen.‘“ Stunt behauptet jetzt jedoch: „Keines meiner Gemälde ist ein Fake.“

Prinz Charles gibt Gemälde zurück
Es steht also Aussage gegen Aussage - und Prinz Charles sah sich offenbar zum Handeln gezwungen. Wie ein Sprecher von Dumfries House erklärte, seien die drei unter Fälschungsverdacht stehenden Gemälde auf Geheiß des Prince of Wales abgehängt worden. „Dumfries House nimmt von Zeit zu Zeit geliehene Kunstwerke von Einzelpersonen und Organisationen an. Es ist extrem bedauerlich, dass die Echtheit dieser speziellen Gemälde, die allesamt nicht mehr ausgestellt sind, nun angezweifelt werden muss.“

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