Serie von Unglücken

Trauriger Europa-Rekord: 32 Lawinentote in Italien

Ausland
16.03.2026 12:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit Jahresbeginn sind in Italien bereits 32 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen – ein trauriger Rekord in Europa. Zum Vergleich: In Frankreich kamen 30 Menschen ums Leben, in Österreich gab es den Europäischen Lawinenwarnsystemen (EAWS) zufolge 29 Todesopfer zu beklagen.

Grund für die hohe Zahl von Toten sind instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen in den norditalienischen Regionen Trentino, Lombardei, Aostatal und Piemont zu mehreren Rettungseinsätzen.

Zwölf Tote allein in der ersten Februarwoche
Allein in den ersten sieben Tagen des Februars 2026 wurden in den Bergen zwölf Todesopfer gezählt. Der alpine Rettungskorps sprach von einer „dramatischen“ Situation aufgrund anhaltend schwacher Altschneeschichten, die von Neuschnee überlagert wurden.

Serie von schweren Unglücken
Zu den schwersten Unglücken gehörte eine erste Serie mit fünf Todesopfern in der Valtellina-Gegend, im Trentino und im Aostatal im Februar. Weitere Tragödien folgten, darunter der Tod von drei französischen Skitourengehern, die in den Canali dei Vesses oberhalb von Courmayeur im norditalienischen Aostatal von einer Lawine erfasst wurden und ums Leben kamen. Mitte Februar starben in der Val Veny im Grenzgebiet zu Frankreich weitere sechs Menschen.

Meiste Unfälle bei Gefahrenstufe „erheblich“
Starke Schneefälle, gefolgt von Wind und steigenden Temperaturen, führen zu einer fragilen Schneedecke. Besonders in den Dolomiten galt zuletzt häufig die Gefahrenstufe 3 von 5 („erheblich“). Rund 50 Prozent der Todesfälle ereigneten sich bei Gefahrenstufe „erheblich“, die häufig unterschätzt werde. Spontane Lawinenabgänge oder Auslösungen durch einzelne Skifahrer waren häufig.

Die Infografik zeigt die fünf Warnstufen der Lawinengefahr mit Beschreibung der Schneedecke und der Wahrscheinlichkeit einer Lawinenauslösung. Stufe 1 steht für geringe Gefahr mit stabiler Schneedecke, Stufe 5 für sehr große Gefahr mit instabiler Schneedecke und zahlreichen spontanen Lawinen. Quelle: lawinen.at.

Experten betonten, dass selbst erfahrene Bergsportler nicht vor Risiken gefeit seien. Risse im Schnee oder dumpfe Geräusche gelten als deutliche Warnsignale. Die Behörden raten dringend dazu, täglich die Lawinenlageberichte zu konsultieren und vollständige Sicherheitsausrüstung wie Lawinenschutzausrüstung (LVS-Gerät), Schaufel und Sonde mitzuführen. Zudem sollte erwogen werden, Ausflüge zu verschieben, bis sich die Schneedecke auf natürliche Weise stabilisiert habe.

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