28.10.2019 13:00 |

Tipps vom Experten

Fünf goldene Regeln für ein plastikfreies Leben

Vom Segen zum Fluch: Plastik ist derzeit in aller Munde - aber wie kann man in seinem Alltag ohne all zu hohem Aufwand darauf verzichten? Die „Tiroler Krone“ holte sich die wichtigsten Tipps von Experte Engin Dogan.

„Zero Waste“ nennt sich eine Bewegung, die auch in Tirol gut angekommen ist – das Ziel: Ein Leben mit so wenig Abfall wie möglich. Engin Dogan führt unter diesem Motto ein verpackungsfreies Geschäft in Innsbruck, das „Greenroot“. Der „Krone“ verriet der 34-Jährige seine fünf Regeln:

Selber machen: Pflegeprodukte wie Zahnpasta kann man mit Kokosöl selbst herstellen, Rezepte dazu finden sich im Internet. Grundsätzlich kann in der Küche viel gezaubert werden, das am Ende Müll einspart: Wer auf plastikverpackte Fertiggerichten verzichtet, tut nicht nur der Umwelt, sondern auch seiner Gesundheit Gutes, denn man vermeidet unnötige Konservierungsstoffe. Tupperboxen eigenen sich perfekt, um die Mahlzeiten mit ins Büro zu nehmen und auch hier auf To-Go-Verpackungen zu verzichten.

Helfen und Nachfragen: Statt kaputte Dinge wegzuwerfen oder nachzukaufen, können sie ausgeliehen oder repariert werden. So wird auch die soziale Interaktion gefördert, wenn man etwa Nachbarn darum bittet. Durch den Einkauf beim Bauern oder in Bioläden entkommt man nicht nur umweltschädlichen Verpackungen, man verschmälert auch den CO2-Fußabdruck.

Vermeiden: Es gibt mittlerweile Zahnbürsten aus Bambus oder Holz. Statt Haarshampoos gibt es Seifen. Zahnpasta ist nicht nur in der Tube, sondern auch als Tablette oder Pulver erhältlich. Ratsam ist es, bei Hygieneartikeln auf die Inhaltsstoffe zu achten, in vielen Produkten versteckt sich Mikroplastik. Beim Einkaufen sollte man zu Mehrwegtaschen greifen.

Auch in „Coffee to go“ Bechern ist Plastik enthalten. Sich etwas Zeit zu nehmen und den Kaffee vor Ort zu trinken oder einen Mehrwegbecher zu verwenden, ist hierfür eine Lösung. In Plastik verpackte Werbegeschenke landen oft direkt im Müll. Deshalb überlegen, ob man sie braucht.

Reduzieren: Bei Produkten wie Tofu ist es schwer auf Verpackungen zu verzichten. Aber auch Fisch und Fleisch ist meist nicht verpackungsfrei erhältlich. In solchen Situation, rät Dogan, sich bewusst zu machen, ob man darauf verzichten kann. Auch der Konsum von Kleidung sollte überdacht werden. Lieber in ein Kleidungsstück investieren, welches man noch Jahre später trägt, statt Trends zu folgen.

Wiederverwenden: Alte Plastiktüten können ohne schlechtes Gewissen wiederverwendet werden. Wasserflaschen lassen sich sehr leicht auffüllen und wieder verwenden. „Second Hand“ Kleidung ist eine gute Option. Bei fair produzierten Kleidungsstücken wird meist auf Produktionsbedingungen und die Umwelt geachtet. Mehr Informationen auf: https://www.greenroot.at/

Anna Haselwanter
Hannah Tilly

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