Das Pflegesystem ist ein heißes Thema in Tirol. Einerseits bekommt es aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung, andererseits versucht die Politik, es "tot zu sparen". Der daraus entstehende Mangel an Planstellen führt zu Leistungs- und Zeitdruck für die Mitarbeiter. Zudem geht die psychische Belastung durch Tod und Leiden nicht spurlos an den Angestellten vorüber. Der Minutenschlüssel verhindert individuelle Pflege.
Auch die Ausbildung steckt in der Krise: Wer will schon einen Job, der einen krank statt glücklich macht?
Drei leidtragende Gruppen gehen hervor: Patienten, Pfleger und Angehörige der Kranken. Die Arbeiterkammer will mit dem Referat "Gesundheit und Pflege" eine Anlaufstelle für sie bieten.
"Missstände müssen beseitigt werden. Wir fordern von der Politik klare Unterstützung", sagt AK-Präsident Erwin Zangerl. Tirols Gesundheits- und Verkehrslandesrat Bernhard Tilg solle sich nicht nur mit dem Brennertunnel und dem Rettungswesen beschäftigen.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
Symbolbild
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