27.09.2019 14:30 |

Rückkehr nach Schwaz

Brand in Altenwohnheim: Übergangsquartier fertig!

Grund zur Freude gibt es für die Bewohner des Alten- und Pflegewohnheims Weidachhof St. Josef in Schwaz! Sie mussten - wie berichtet - im November 2018 aus den durch einen Brand zerstörten Räumen ausziehen und wurden vorwiegend in Innsbruck untergebracht. Nun ist das Übergangsquartier in der Silberstadt bezugsfertig. 

Im April erfolgte der Spatenstich zum Bau einer großzügigen Anlage aus flexiblen Wohnmodulen mit einer Nutzfläche von 2.450 m² im Garten des Heimareals. Mobile Raumelemente ermöglichten die optimale Anpassung an die Bedürfnisse. Mit viel Bedacht auf hohen Innenraumkomfort bietet die Übergangslösung Einheiten mit angenehmer Wohnqualität in Verbindung mit funktionaler Ausstattung. Insgesamt 41 Heimbewohner kehren jetzt nach Schwaz zurück, darunter Ilse Lochner. Sie sieht dem Umzug sehr positiv entgegen: „Wir freuen uns schon sehr, dass wir bald wieder zurück nach Schwaz ziehen können. Besonders schön wird es sein, wieder im gewohnten Umfeld zu leben. Dadurch sind Familie und Freunde in der Nähe und können wieder öfter zu Besuch kommen.“

„Nachhaltige Entwicklungen sind uns wichtig“
Für Generaloberin Sr. Dr. Maria Gerlinde Kätzler ist es besonders wichtig, dass die BewohnerInnen des Alten- und Pflegewohnheims nach den Aufregungen der letzten Monate wieder zur Ruhe kommen und in ein bestmögliches Zuhause in gewohnter Umgebung zurückkehren. "Wir pflegen eine lange Beziehung zur Stadt Schwaz und zu den Menschen die hier leben. Daher sind uns nachhaltige Entwicklungen sehr wichtig. Das bestens funktionierende Krisenmanagement der Stadtgemeinde Schwaz nach dem Brand im November war uns eine große Unterstützung. Wir haben uns in der Bewältigung der schwierigen Situation aufeinander verlassen können. Mein Dank geht alle Verantwortlichen, MitarbeiterInnen und Firmen, die dazu beigetragen haben, dass wir den BewohnerInnen rasch die Rahmenbedingungen für einen gelungenen Neubeginn und die Basis für ein betreutes Miteinander wieder geben konnten“, so Sr. Dr. Maria Gerlinde Kätzler.

Gesamtkosten: 2,8 Millionen Euro
Die Firma DAKA errichtete die Anlage als Generalunternehmerin, die Kosten belaufen sich auf 2,8 Millionen Euro netto. 2,1 Millionen sind durch das Land finanziert und 0,7 Millionen durch die Wohnsitzgemeinden der BewohnerInnen. Der Auf- und Abbau sowie der Transport der eingesetzten Raumelemente ist unkompliziert und somit bestens geeignet für die begrenzte Nutzungsdauer.

„Übersiedlung erfordert viel Planungsarbeit“
Für die MitarbeiterInnen ist die Übersiedlung eine große Aufgabe berichtet Evelyn Schöftner, MA, verantwortlich für die Heimleitung: „Die Einrichtung des Übergangsquartieres und die Übersiedlung der BewohnerInnen erfordert viel Planungsarbeit, damit sie auch reibungslos ablaufen kann. Wir erfahren große Unterstützung durch die örtlichen Organisationen von Schwaz, wie der Feuerwehr Schwaz, dem Österreichischen Roten Kreuz in Schwaz oder der Nachbarschaft. Die Zusammenarbeit ist vorbildlich. Durch die ausgezeichnete Kooperation - auch mit den Angehörigen können wir die Übersiedlung bestens vorbereiten und planen.“

„Sie haben sich gemeinsam ein Ziel gesetzt“
Bürgermeister Dr. Lintner lobt die große solidarische Aktion, mit der die schwierige Zeit der letzten Wochen und Monate bewältigt wurde. Er gratuliert dem Team, den MitarbeiterInnen und der Heimleitung zum starken Zusammenhalt: „Sie haben das Vertrauen behalten und sich gemeinsam ein Ziel gesetzt und dieses auch erreicht. Die Rückkehr der BewohnerInnen, aber auch der MitarbeiterInnen nach Schwaz ist ein Grund zur Freude - sie haben ihre Wahl für den Lebens- und Arbeitsraum Schwaz getroffen.“

Für die nächsten drei Jahre ist man um die gemeinsame Umsetzung von Plänen eines neuen Alten- und Pflegewohnheimes am Areal des Altbestandes bemüht. Die Fläche der Übergangslösung soll einer weiteren Nutzung für Wohnungen zu Gute kommen.

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