Vor allem bei dem 430.000 Euro teuren, vom Grazer Rechtsexperten Waldemar Jud erstellten Skylink-Gutachten hakten die rund 170 anwesenden Aktionäre nach. Sie wollten von Jud die Aussage hören, dass er in dem vom Flughafen in Auftrag gegebenen Schriftstück eine Sorgfaltswidrigkeit des Flughafen-Vorstandes bei der Kostenexplosion beim Bau des Skylink-Terminals festgestellt habe. Jud hielt allerdings daran fest, dass den Vorständen nichts anzulasten sei.
Neue Regeln bei Bonuszahlungen
In punkto Bonuszahlungen einigte man sich auf eine geänderte Bonifikationsstruktur. Ab 2009 hängen die Boni zu 50 Prozent von der Fertigstellung des Skylink-Terminals und zu 50 Prozent von der Geschäftsentwicklung des Flughafens ab. Anlegerschützer Wilhelm Rasinger, der bei der Hauptversammlung der deutschen Lufthansa war, findet das nicht angemessen: Überhaupt keine Boni wären angebracht gewesen - und zwar so lange, bis der Skylink ein Jahr lang störungsfrei funktioniert, wie er betonte.
Kritik an Vertragsverlängerungen
Massive Kritik kam von den Anlegern auch an der Vertragsverlängerung der Vorstände. Im Herbst 2009 wurden die Verträge vom Aufsichtsrat um fünf Jahre verlängert. Laut Rasinger war das ein "enormer" Vertrauensbeweis und vom Aufsichtsrat unverantwortlich. Seiner Meinung nach hätte eine Verlängerung um zwei Jahre gereicht. Denn wenn der ausstehende Rechnungshof-Prüfbericht eine Ablöse erfordert, werde das extrem teuer.
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