Die Verhandlungen um die Saisonniers laufen. Tirol hat laut Sparten-Obmann Harald Ultsch um 1.610 Kräfte für den Sommer angesucht. Und er geht davon aus, dass diese Zahl auch genehmigt wird. "Wir haben den Bedarf gemeinsam mit dem AMS erhoben."
Wenn es nach der Gewerkschaft geht, werden es weit weniger sein. "Im Jahresdurchschnitt ist die Arbeitslosigkeit im Tourismus um rund 13 Prozent gestiegen. Vorrangiges Ziel muss es sein, diese Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. Auch als Lehrplatz muss die Tourismusbranche wieder attraktiver werden", so Vida-Bundesvorsitzender Rudolf Kaske bei der Landeskonferenz in Innsbruck. Der neue Landesvorsitzende Günter Mayr legt noch nach: "Entlohnung und Arbeitszeiten müssen attraktiver werden."
Ein Prozent Erhöhung auf die Bruttomindestlöhne, so Kaske, habe die Arbeitgeberseite bei den Kollektivvertragsverhandlungen angeboten. "Das ist inakzeptabel", so der Vida-Chef. Die Krise habe gezeigt, dass der Inlandskonsum eine wichtige Stütze sei. Da könnten schlechte Lohnabschlüsse ein Schuss nach hinten sein.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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