Sausgruber begründete die Verteuerung der Strompreise einerseits mit höheren Kosten der gesetzlichen Ökostromförderung, andererseits werde ein Teil der in den vergangenen drei Jahren gestiegenen Aufwendungen für die Strombeschaffung an die Kunden weitergegeben.
Er betonte, dass eine auf Dauer angelegte Preisführerschaft nur möglich sei, wenn das Unternehmen gesund ist und gut geführt wird. Unterstützung erhielt Sausgruber vom Präsidenten der Vorarlberger Wirtschaftskammer, Manfred Rein, der die Preissteigerung als "nachvollziehbar" bezeichnete.
"Falsches Signal zur falschen Zeit"
Von der SPÖ geäußerte Kritik, die Strompreiserhöhung könnte mit zahlreichen "Nebenfinanzierungsschauplätzen" der Illwerke/VKW-Gruppe zu tun haben, wies Sausgruber zurück. "Da gibt es keinen Zusammenhang", betonte er. Arbeiterkammer-Präsident Hubert Hämmerle anerkannte zwar die Preisführerschaft der VKW, hielt die Verteuerung aber doch für ein "falsches Signal zur falschen Zeit".
Die Haushalts- und Geschäftskunden der VKW und der VKW-Ökostrom GmbH müssen mit 1. Juli eine Steigerung der Preise um 0,4 bis 0,5 Cent (netto) pro Kilowattstunde hinnehmen. Für einen typischen Vorarlberger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden bedeutet dies einen Anstieg von 737 auf 767 Euro (plus 4,1 Prozent) pro Jahr.
Zum bisher letzten Mal war der Strompreis in Vorarlberg vor drei Jahren angehoben worden.
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