Der "launische" Monat gehört noch zur Wintersaison. Launisch ist der April immer auch in der Tourismus-Statistik. Denn je nach Oster-Termin schießen in diesem Monat die Zahlen in die Höhe, oder sie fallen in den Keller. Im Schnitt werden im April 10 Prozent der Winter-Nächtigungen gezählt.
Heuer teilte sich der April mit dem März die Karwoche, im Vorjahr war Ostern später. Das ist einer der Gründe, warum die Märzzahlen so gut ausgefallen sind. 966.000 Ankünfte wurden in den Orten gezählt. Das bedeuten ein Plus von 15 Prozent. Die Zahl der Nächtigungen stieg um 12,5 Prozent auf 5,2 Millionen. Unter anderem auffallend dabei ist, dass Tirol bei den Österreichern auch heuer stark punkten konnte. Auf der anderen Seite wird die Gäste-Vielfalt immer größer. Urlauber aus dem zentral und osteuropäischen Raumen holen immer mehr auf. Der wichtigste Markt bleibt aber Deutschland.
Die tollen Märzzahlen verändern die Saison-Bilanz wesentlich. Mit 23,1 Millionen Nächtigungen von November bis Ende März ergibt das gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 0,9 Prozent. Bei den Ankünften ist der Zuwachs deutlich höher. 4,5 Millionen Gäste bedeutet ein Plus von 3 Prozent. Damit erfüllen sich die Prognosen der Trendforscher: die Gäste bleiben kürzer. Vor der Saison war die Angst vor einem Gäste-Einbruch groß. Jetzt darf der Tourismus jubeln – auch wenn der "launische" April noch fehlt.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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