Die Gegner formierten sich prompt. "Es gibt zwei angemeldete Demonstrationen", sagte der stellvertretende Innsbrucker Polizeikommandant Martin Kirchler, während er mit Uniformierten beim Hotel Penz auf das Eintreffen von Rosenkranz wartete.
Doch die Gegner liefen ins Leere, denn die Kandidatin ließ nach dem Pressetermin den Stadt-Bummel platzen. "Es ist erbärmlich, dass Rosenkranz vor dem demokratischen Diskurs mit Andersdenkenden flüchtet", reagierte Marko Miloradovic (SP). Später, im Einkaufszentrum Dez, konnte sie unbehelligt auf Stimmenfang gehen.
Wie erlebt Rosenkranz das Echo auf der Straße? "Es gibt einen Riesenunterschied zwischen dem negativen Bild, das die politische Klasse über mich verbreitet und der großen Zustimmung der Bevölkerung." Besonders ihre Aussagen zur Familienpolitik ("auch wer vier Kinder hat, soll deshalb nicht arm sein") würden begrüßt.
Rosenkranz pflegte beim Tirol-Besuch auch ihre Opferrolle – und beklagte sich über falsche Zitierungen aus ihrem Buch oder Eierwürfen der sozialistischen Jugend ("warum sagt Bundespräsident Heinz Fischer nichts dazu?").
von Andreas Moser, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.