Liegenschafts-Eigentümerin, Betreiber und Anwalt waren Dienstagabend beim Nassereither Gemeinderat aufmarschiert, um ihre Bordellpläne am Fernpass zu erläutern. Doch das Gehörte vergrößerte die Bedenken eher noch als sie zu zerstreuen. "So wird das sicher nix", fasste Bürgermeister Reinhold Falbesoner im Anschluss zusammen.
Abgesehen davon, dass die ganze Präsentation "dilettantisch" war, sei das Projekt durch fehlenden Kanalanschluss, einen Mangel an Parkplätzen und der Widmung als Freizeitwohnsitz von vornherein zum Scheitern verurteilt. Dass sich im Gemeinderat eine Mehrheit findet, die der Umwidmung in Sonderfläche Bordell zustimmt, ist ausgeschlossen: Vizebürgermeister Herbert Kröll will ebenso wie die Bürgermeisterliste keinesfalls zustimmen. "Der Standort ist einfach falsch", sagt Kröll.
"Wir behandeln den Antrag jetzt ganz normal weiter", erklärt der Bürgermeister. Aber herauskommen werde nichts: "Es gibt ja nicht einmal Bedarf. Wie mir die Polizei bestätigte, ist keine Spur von einem Straßenstrich vorhanden."
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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