Um 8 Uhr hatten die drei Mitarbeiter der Kitzbüheler Volksbank aufgesperrt. Nur zehn Minuten später riss der Bankräuber die Tür zum noch kundenleeren Schalterraum auf.
Bilder der Überwachungskamera in der Infobox!
Zum Schutz vor der Videoüberwachung in der Bank hatte er die Kapuze seiner Jacke tief ins Gesicht gezogen. In der linken Hand hatte er einen silbrigen Revolver, in der rechten Hand eine Eisenstange.
"In gebrochenem Deutsch forderte er von den Angestellten Geld", schildert Karl Ritscher vom Landeskriminalamt die folgenden dramatischen Ereignisse. Dabei schob er ein Billa-Sackerl mit seiner Eisenstange über das Pult und fuchtelte mit der Waffe herum. Die geschockten Mitarbeiter füllten daraufhin unverzüglich Geld aus der Kassenlade in die Tasche. "Er erbeutete aber nur einen geringen Betrag", so Ritscher weiter.
Mit seiner Beute ergriff der Täter zu Fuß die Flucht. Ein erste Alarmfahndung nach ihm blieb erfolglos. Der Täter wird als rund 30 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß und schlank beschrieben. Beim Überfall war er mit einer beigen Jacke mit Kapuze, einer dunklen Hose und beigen Schuhen bekleidet. Unter der Kapuzenjacke trug er einen schwarzen Pullover mit heller Aufschrift.
Bei der Flucht dürften ihm aber zwei kapitale Fehler unterlaufen sein: Zum Ersten streifte er unmittelbar nach dem Verlassen der Bank seine Kapuze herunter, sodass die Kamera des Geldautomaten ein relativ gutes Foto von ihm liefern konnte, zum Zweiten warf er bereits nach wenigen Metern der Flucht seine Jacke weg.
"Durch diese Jacke werden wir sicher eine DNA-Spur des Täters sicherstellen können", hofft Ritscher. "Damit hat er wenig Chancen, lang unerkannt zu bleiben."
von Werner Kriess, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.