13.07.2019 05:59

Klassiker kehrt zurück

„Link‘s Awakening“: Das „Zelda“-Remake angespielt

Am 20. September bringt Nintendo einen Klassiker der Gameboy-Ära zurück: „The Legend of Zelda: Link’s Awakening“. Als überarbeitete Neuauflage mit zeitgemäßer Optik für die Nintendo Switch soll das Remake bei „Zelda“-Fans Nostalgie schüren und jüngere Spieler an die Ursprünge der kultigen RPG-Reihe heranführen. Wir haben bei Nintendo in Frankfurt einen ersten Blick auf „Link’s Awakening“ geworfen.

Es ist bereits die zweite optisch massiv aufpolierte Neuauflage eines Gameboy-Klassikers für die Nintendo Switch. Und dass Nintendo etwas davon versteht, Spieleklassiker in zeitgemäße Gewänder zu hüllen, haben die Japaner mit „Pokémon: Let’s Go“ vergangenes Jahr gekonnt bewiesen. Ganz ähnlich ist man nun auch an das „Zelda“-Remake herangegangen.

Optisch im Grunde ein neues Spiel
Von der Optik des Originals ist die Neuauflage ebenso weit entfernt wie „Pokémon: Let’s Go“ vom Gameboy-Vorbild. Statt schlichter monochromer Welten schreitet man durch farbenfrohe und nett animierte isometrische Welten, blickt statt auf Pixelhäufchen auf niedlich modellierte rundliche 3D-Figuren und stürzt sich mit Schwert und Schild auf liebreizend groteske Gegner. Logischerweise klingt das Geschehen am Bildschirm auch besser als zu Gameboy-Zeiten. Kein Vergleich zum 26 Jahre alten Original.

Obwohl optisch im Grunde ein ganz neues Spiel, ist das Gameplay von „Zelda: Link’s Awakening“ angenehm klassisch. Wie in der Vorlage arbeitet sich der schiffbrüchige Link auf einer mysteriösen Insel durch ein Abenteuer voller interessanter Begegnungen und vor allem jeder Menge mit Fallen und Gegnern gespickter Dungeons.

Zugänglicher als „Breath of the Wild“
Im Vergleich mit dem jüngsten „Zelda“-Abenteuer „Breath of the Wild“, das als Starttitel für die Nintendo Switch veröffentlicht wurde, erschien uns „Link’s Awakening“ im Kurztest deutlich zugänglicher - schon allein, weil das isometrische Abenteuer einfacher zu steuern und auch überschaubarer ist als das riesige Open-World-RPG.

Abwechslung wird trotzdem geboten, immerhin schnetzelt man sich in „Link’s Awakening“ nicht bloß durch Gegner, sondern verbringt auch viel Zeit mit der Erkundung der Inselwelt und Gesprächen mit deren Bewohnern. Dass hier witzige Dialoge und jede Menge versteckte Geheimnisse geboten werden, liegt auf der Hand. Dem Charakter eines Remakes ist aber geschuldet, dass Kenner des Spiels nicht mit überraschenden Wendungen rechnen sollten.

Ersteindruck: „The Legend of Zelda: Link’s Awakening“ hält an den spielerischen Stärken des von Fans und Presse als einer der besten Serienteile gefeierten Gameboy-Klassikers fest und lockt die Spieler auf eine liebevoll gestaltete Inselwelt, die in ganz neuem Glanz erstrahlt. Über den Stil kann man zwar streiten. Darüber, dass „Link’s Awakening“ noch nie so gut aussah und für Nostalgiker als auch „Zelda“-Neulinge gleichermaßen interessant wird, aber eher nicht.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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