Mi, 17. Juli 2019
01.07.2019 15:26

Transitverkehr-Streit

Tiroler Fahrverbote: Scheuer will neu verhandeln

Im Streit um den Transitverkehr mit Tirol hat der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine Rückkehr an den Verhandlungstisch gefordert. „Wir dürfen den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen“, sagte Scheuer am Montag in Rosenheim. Mit Österreich müsse über die Mautpflicht im Grenzverkehr bei Kufstein gesprochen werden. So sei der Ausweichverkehr „gleichsam in die Orte hineingetrieben“ worden.

Tirol will vom kommenden Wochenende an in den Bezirken Kufstein und Reutte Autofahrer auf die Autobahn zurückschicken, die im Transitverkehr Landstraßen nutzen wollen. Die Regelung gilt an Wochenenden schon für den Raum Innsbruck. Nach diversen verkehrspolitischen Entscheidungen des Landes Tirols bereite er eine Klage vor, sagte Scheuer weiter. Auch Italien tut das. Darüber sei er im Gespräch mit Rom und habe sich auch an Brüssel gewandt. „Wir haben die EU-Kommission aufgefordert, das Problem mit zu lösen“, bekräftigte Scheuer.

„Uns stört das Ganzheitliche“
Es gehe dabei nicht nur um die Straßensperren und die Blockabfertigungen von Lastern. „Sondern es ist das Ganzheitliche, was uns hier stört an der Situation.“ Es gebe nicht nur die Tiroler, sondern auch die bayrische Seite. Bei den Blockabfertigungen lässt Tirol immer wieder - meist an erwartbar verkehrsreichen Tagen - nur bis zu 300 Lastwagen pro Stunde aus Bayern in Richtung Innsbruck durchfahren, um die eigene Autobahn zu entlasten. Dabei bilden sich oft kilometerlange Staus auf bayrischer Seite.

EU-Kommission will vermitteln
Zuletzt hatte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc versucht, in dem Streit zu vermitteln und die Verkehrsminister Deutschlands, Italiens und Österreichs zu einem Krisengespräch nach Brüssel eingeladen. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bekräftigte jedoch daraufhin, dass an den Fahrverboten nicht gerüttelt werde.

Bei dem von Bulc vorgeschlagenen Treffen werde es daher klarerweise auch nicht um die von Tirol verordneten Maßnahmen gehen können, betonte der Landeshauptmann, der auch das Bundesland in das Treffen hineinreklamierte. Vielmehr müsse sich das Gespräch um die wiederholt geforderte Korridormaut drehen, so Platter.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Das Sportstudio
F1-Wirbel, Burgstaller-Sechserpack und Judoka tot
Video Show Sport-Studio
„Reisezeit“ ist da
Mit Newsletter-Abo tolle Preise gewinnen
Gewinnspiele
Strom aus der Sonne
Mini-Solaranlagen: Das müssen Sie wissen!
Bauen & Wohnen
Hotel-Tresore geknackt
Profi-Einbrecherbande nach 58 Coups geschnappt
Oberösterreich
Unverschämte Reisende
Norwegischer Ort kämpft gegen Riesenkreuzer
Reisen & Urlaub
De Ligt zu Ronaldo
Ajax-Juwel ist da! Juve gewinnt den Transferpoker
Fußball International
Schalke-Legionär stark
Burgstaller: „Das gelang mir zuletzt in der U10“
Fußball International
Tirol Wetter
13° / 28°
einzelne Regenschauer
11° / 27°
einzelne Regenschauer
11° / 26°
einzelne Regenschauer
12° / 28°
einzelne Regenschauer
12° / 28°
einzelne Regenschauer

Newsletter